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Der
Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist der Schmetterling des Jahres
2026
Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phengaris nausithous) ist zum
Schmetterling des Jahres 2026 gewählt worden. Mit dieser Wahl machen
die BUND NRW Naturschutzstiftung und Melanargia e.V.
(Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen) auf die
wachsenden Gefährdungen aufmerksam, denen dieser besondere Tagfalter
durch intensive Landnutzung und die Klimakrise ausgesetzt ist.
Der unscheinbare zimtbraune Falter mit einer Spannweite von 28 bis 33
Millimetern ist ein ökologischer Spezialist. Für seinen Lebenszyklus
ist er auf zwei weitere Arten angewiesen: den Großen Wiesenknopf und
die Knotenameise. Während seiner kurzen Flugzeit im Juli und August
nutzt er die Blüten des Großen Wiesenknopfs als Nahrungsquelle, Platz
für die Paarung und Eiablageort. Die jungen Larven ernähren sich
zunächst von den Blüten, wandern anschließend zum Boden und werden
dort von Knotenameisen in deren Nester getragen - eine Folge ihrer
perfekten Nachahmung des Duftes von Ameisenlarven. In den Nestern
leben die Raupen als "Wolf im Schafspelz" von der Ameisenbrut, bis sie
sich verpuppen und im folgenden Sommer als Falter schlüpfen.
Dieses komplexe Zusammenspiel von Pflanze, Falter und Ameise ist
faszinierend - und zugleich extrem störanfällig. Schon kleine
Veränderungen in der Bewirtschaftung oder im Klima können dieses
fragile Gleichgewicht aus dem Takt bringen. Die Nahrungsgrundlage der
Schmetterlinge schwindet.
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Die Flügeloberseite beim Männchen ist dunkelblau mit
breitem, schwarzem Rand und schwarzen Flecken im Vorderflügel,
beim Weibchen einfarbig dunkelbraun. Die Unterseite ist braun
mit hell umrandeten, schwarzen Punkten. |
| Der Schmetterling des Jahres 2026 -
der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling |
Bild: Tim Laußmann |
Merkmale des Falters: Zimtbraun mit schwarzer Punktreihe und
nur wenig Blau
Die Tagfalter sind mit 28 -33 mm Spannweite eher
klein und unscheinbar zimtbraun. Auf der Flügelunterseite tragen sie
eine Reihe schwarzer, meist hell umrandeter Flecken. Die Falter sitzen
fast immer mit zusammengelegten Flügeln und dem Kopf nach unten auf
den Blüten des Großen Wiesenknopfs. Die Weibchen sich auch auf der
Flügeloberseite braun, während bei den Männchen das Blau der Oberseite
im Flug als blauer Schimmer sichtbar wird.
Die Falter fliegen
in nur einer Generation, meist von Ende Juni / Anfang Juli bis Mitte
oder Ende August, wobei regionale Unterschiede bestehen. Das kurze
Leben des einzelnen Falters dauert meist nur 7 bis 10 Tage.
Ihr
Vorkommen sind die Feuchtwiesen mit größeren Beständen der
Futterpflanze, des Großen Wiesenknopf, oft örtlich auf eng begrenzten
Flächen. Vorkommen ist zumeist das südlich und mittlere Deutschland,
gebietsweise, wie etwa im Alpenvorland, sind die Falter noch relativ
gut verbreitet. In den meisten Gegenden sind sie allerdings selten
geworden.
| Klasse |
Ordnung |
Familie |
Unterfamilie |
Gattung |
Art |
| Insekten |
Schmetterlinge |
Bläulinge |
L y c a e n i n a e* |
Phengaris |
Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling |
* Lycaeninae sind eine sehr große Unterfamilie. Weltweit
kommen etwa 4000 Arten in 500 Gattungen vor.
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Paarung vom Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Die
Paarung findet im Juli / August statt. Diese erfolgt
ausschließlich an den Blütenköpfchen, des Großen Wiesenknopfes
statt. |
| Hochzeit bei den Dunklen
Wiesenknopf-Ameisenbläulingen |
Bild: © Brigitte Schmälter |
Lebensnotwendige Wirtspflanze: Großer Wiesenknopf (Sanguisorba
officinalis)
Der Große Wiesenknopf ist die einzige
Wirtspflanze dieser Bläulingsart. Seine Bestände gehen stark
zurück, so dass er inzwischen selbst auf der Vorwarnliste der
bedrohten Pflanzen steht (Stand 2018).
Das
Weibchen des Wiesenknopf-Ameisenbläulings legt die rundlichen weißen
Eier gut versteckt tief zwischen die Einzelblüten des Blütenstandes
des Großen Wiesenknopfs. Das Weibchen legt insgesamt ca. 250 bis 500
Eier ab. Die Eier werden einzeln in die Blütenköpfchen des Großen
Wiesenknopfs gelegt.
| Das Weibchen legt die weißlichen Eier
einzeln an noch knospige Blütenstände, wo sie zwischen den
dicht gedrängt stehenden Blüten schwer zu entdecken sind. |
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| Bild: © Wolfgang Wagner |
Ei des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings |
Nach ca. 8 Tagen schlüpfen die Raupen und fressen, je nach
Witterung, für zweieinhalb bis vier Wochen in den Blüten. Nach
mehreren Häutungen verlassen sie den Blütenkopf und begeben sich zum
Erdboden, wo sie darauf hoffen, von einer ganz bestimmten Ameisenart
"adoptiert" zu werden.
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Der Große Wiesenknopf ist eine ausdauernde Pflanze, deren
Blüten dunkelrot, die 2 - 3 mm im Durchmesser aufweisen, in 1
- 3 cm langen, dichtblütigen Köpfchen am Ende des Stängels und
seiner Seitenäste sitzen.
Die Pflanze kommt auf
Feuchtwiesen und am Rand von Gräben vor. Die Pflanzenart wird
in der bundesweiten Roten Liste auf der Vorwarnliste geführt.
Die Bestände sind durch die intensive Landnutzung deutlich
zurückgegangen.
In Bayern ist der Große Wiesenknopf als
Pflanzenart derzeit nicht gefährdet. Dennoch ist die Art
streng geschützt, da ihr Lebensraum stark bedroht ist.
Die Blüten der Art werden vorzugsweise von Schwebfliegen und
verschiedenen Schmetterlingen bestäubt.
Sie ist die
einzige Wirtspflanze des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings.
Auch der Mädesüß-Perlmuttfalter nimmt diese Pflanze als
Wirtspflanze. |
| Der
Große Wiesenknopf |
Bild: © Naturfoto Frank Hecker |
| Ordnung |
Familie |
Unterfamilie |
Gattung |
Art |
| Rosenartige |
Rosengewächse |
Rosoideae* |
Wiesenknopf |
Großer Wiesenknopf |
* Die Rosoideae sind eine Unterfamilie innerhalb der Familie der
Rosengewächse.
| Die Raupen fressen zunächst an den
zwischenzeitlich geöffneten Blüten und unreifen Früchten. Nach
einigen Wochen lassen sie sich fallen und warten auf die
Adoption durch eine Wirtsameise, hier die Knotenameise
Myrmica
rubra, deren arteigenen Duft sie imitieren. Die Entwicklung
erfolgt dann im Ameisennest. |
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| Bild: © Wolfgang Wagner |
Raupe des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings |
Unverzichtbare Partner: Knotenameisen
Die
Knotenameise Myrmica rubra, die wichtigste Wirtsameise, ist als
häufigste und ökologisch potenteste aller europäischen Myrmica-Arten
quasi omnipräsent - sofern die Böden ausreichend feucht sind und es
nicht zu heiß ist. Auch in den meisten Gärten ist sie anzutreffen. Da
sie ein Allesfresser ist und große Nester bildet, musste man sich in
der Vergangenheit kaum Sorgen um die Wirtsameise machen.
Durch
den Klimawandel werden viele Flächen zu trocken und zu heiß, besonders
südexponierte Hangflächen. Dort sind in den trockenheißen Jahren die
Wirtsameisen stark geschädigt bis ganz vertrieben worden. Der freie
Platz wird durch andere Ameisenarten besetzt und gegen eine Rückkehr
von Myrmica rubra verteidigt.
Auch auf weniger exponierten
Flächen ziehen sich die Myrmica-rubra-Kolonien in beschattete Bereiche
zurück. Waren früher der Wiesenknopf und seine Blüte zur richtigen
Zeit der begrenzende Faktor für das Vorkommen des Falters, sind es
heute oftmals die Wirtsameisen.
Hilfreich sind die Pflege von
Saumstrukturen, die Anlage von Gebüschinseln oder Einzelbäumen, auch
Obstbäumen und eine Streifenmahd mit ungemähten Bereichen, um ein
günstiges Mikroklima zu schaffen.
Den jungen Ameisenköniginnen
kann vermoderndes weiches Holz als Behelfsbehausung dienen, wo sie den
ersten Winter überstehen und erste Arbeiterinnen großziehen können,
bis alle gemeinsam stark genug zum Graben des ersten unterirdischen
Nestes sind.
Aber nun zurück zum Dunklen
Wiesenknopf-Ameisenbläuling
Die Raupen
vermögen Knotenameisen der Art Myrmica rubra zu täuschen,
indem sie den Geruch der Ameisenlarven imitieren und auch ein
zuckerhaltiges, für die Ameisen leckeres Sekret absondern. Findet eine
solche Knotenameise eine Raupe, trägt sie den vermeintlichen Ausreißer
in ihr Nest. Im unterirdischen Ameisennest hat die Raupe es gut: Sie
hat ein Dach über dem Kopf, wird beschützt und gepflegt und lebt
räuberisch von der Ameisenbrut. Etwa 600 Ameisenlarven verspeist eine
Raupe bis zur Verpuppung im nächsten Frühsommer.
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Die Männchen der Roten Knotenameise sind schwarz gefärbt.
Die Königin und die Arbeiterinnen kastanienbraun. Letztere
haben eine Wehrstachel. Ihr Vorkommen sind die Wiesen und
die Gartenböden. Sie sind Bewohner offener Landschaften und
Allesfresser. Sie ernähren sich von Aas, erbeuteten Insekten
und Nektar. Sie sind sehr aggressiv wenn es um die
Verteidigung ihres Nestes geht. Sie werden 4 - 6 mm groß und
ein Volk kann bis zu 1.000 Arbeiterinnen haben. |
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Rote Knotenameise
Myrmica rubra |
Bild: © Tim Laußmann |
Noch im Ameisennest schlüpft der Falter und muss das Nest rasch
verlassen, da er nach dem Schlupf seinen "Ameisengeruch" und damit
seine Tarnung verliert. Zudem benötigt er Platz, um seine Flügel zu
entfalten. Ein Teil der Falter schlüpft erst im zweiten Jahr - eine
Art Lebensversicherung der Population für den Fall, dass Katastrophen
passieren wie eine komplette Mahd, starke Beweidung oder extreme
Unwetter während der Flugzeit. Nur selten werden auch andere
Knotenameisenarten als Wirte genutzt, etwa Myrmica scabrinodis.
| Teilordnung |
Überfamilie |
Familie |
Unterfamilie |
Gattung |
Art |
| Stechimmen |
Vespoidea* |
Ameisen |
Knotenameisen |
Myrmica** |
Rote Gartenameise |
* Diese Überfamilie zählt zur Ordnung der Hautflügler und umfasst 10
Familien mit etwa 24.000 Arten. ** Myrmica sind eine Gattung der
Ameisen und werden im Volksmund "Rote Ameisen" genannt.
Ein
Parasit als gutes Zeichen!
Die parasitische Schlupfwespe
Neotypus melanocephalus hat ein hochkomplizierteres Leben als der
Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Die Weibchen dieser
hochspezialisierten Art legen ihre Eier ausschließlich in die
Jungraupen der Ameisenbläulinge, wenn die Räupchen innerhalb der
Blüten fressen. Die befallenen Raupen machen dann mitsamt ihrem
Parasiten den normalen Zyklus mit. Erst in der Raupe im Ameisennest
wird der Wirt getötet und statt des Falters schlüpft eine
Schlupfwespe.
Neotypus melanocephalus ist eine
hochspezialisierte, seltene Schlupfwespe, die als Parasitoid
ausschlißlich auf die Raupen des vom Aussterben bedrohten
Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings angewiesen ist. Die
Art hat eine Körperlänge von 8 - 11 mm. Die Art ist auffallend
gefärbt, der Rumpfabschnitt ist beim Weibchen rot, beim
Männchen schwarz, dadurch von anderen Schlupfwespen gut zu
unterscheiden. Die Art wurde im Jahr 1790 als
Ichneumon
melanocephalus erstbeschrieben. Das aus dem Griechischen
stammende Art-Epitheton melanocephalus bedeutet
"schwarzköpfig". |
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| Bild: © Tim Laußmann |
Schlupfwespe
Neotypus melanocephalus |
| Ordnung |
Familie |
Unterfamilie |
Tribus |
Gattung |
Art |
| Hautflügler |
Schlupfwespen |
Ichneumoninae* |
Listrodromini |
Neotypus |
Neotypus melanocephalus |
* ist nach den Cryptinae die zweitgrößte Unterfamilie der
Schlupfwespen, mit etwa 4.300 Arten in 438 Gattungen. Alleine in
Deutschland sind fast 640 Arten von Ichneumoninae bekannt.
Wegen ihrer Bindung an die bereits gefährdete Falterart ist die
Schlupfwespe noch gefährdeter als der Falter. Dabei, sagt die
Wissenschaft, ist der Falter nicht wegen seines Parasiten gefährdet.
Im Gegenteil, die Anwesenheit der Schlupfwespe in einem
Bläulingslebensraum weist auf eine schon lange etablierte und (noch)
stabile Lebensgemeinschaft hin. Verschwindet die Schlupfwespe, geht es
bald auch den Faltern schlecht.
Flugverhalten und Standorttreue
des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings
Die Falter sind
flugfaul und standorttreu. Sie verlassen ihre "Herkunftswiese" selten
und fliegen meist nur wenige 100 Meter bis maximal ein paar Kilometer
weit. Sie meiden Hindernisse wie Waldstreifen und hohe Gebäude. Diese
Standorttreue erschwert eine Ausbreitung oder Wiederbesiedlung
geeigneter Lebensräume.
Schutzstatus und Gefährdung: Der Dunkle
Wiesenknopf-Ameisenbläuling hat seinen Verbreitungsschwerpunkt in
Mittel- bis Osteuropa. Einzelne Vorkommen gibt es im Westen auf der
Iberischen Halbinsel und in Frankreich, im Osten gibt es Funde bis
weit nach Asien. Die größte Dichte findet sich jedoch in der südlichen
Hälfte Deutschlands, im Norden der Schweiz und Österreich, sowie in
Polen.
Nach der FFH-Richtlinie der EU ist die Art in Anhang II
(Schutzgebiete erforderlich) und in Anhang IV (streng zu schützende
Arten von gemeinschaftlichem Interesse) gelistet und somit
europarechtlich streng geschützt. Der Erhaltungszustand der Art muss
dokumentiert werden, eine Verschlechterung ist nicht zulässig. Im
deutschen Bewertungsbericht von 2025 wird allerdings der Zustand in
allen Kategorien als "ungünstig-unzureichend" und der Trend als "sich
verschlechternd" eingestuft.
Bundesweit ist der Dunkle
Wiesenknopf-Ameisenbläuling auf der Vorwarnliste (Stand 2011, derzeit
in Überarbeitung). Die Einstufung auf den Roten Listen der
Bundesländer variiert, meist wird eine mehr oder weniger große
Gefährdung festgestellt und auf die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen
hingwiesen.
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Die Biotopansprüche des Dunklen
Wiesenknop-Ameisenbläulings sind sehr speziell. |
| Der Dunkle
Wiesenknopf-Ameisenbläuling |
Bild: © Tim Laußmann |
Gefährdung durch Landnutzungswandel
Die enge Beziehung
zwischen Wiesenknopf, Wirtsameisen und Bläulingen konnte sich nur
entwickeln, weil alle drei Arten früher weit verbreitet und häufig
waren.
Die Biotopansprüche der Falter ergeben sich aus ihrer
Lebensweise:
Der Wiesenknopf muss zur Flugzeit blühen, daher
darf nach Ende Mai nicht mehr gemäht werden. In Zeiten des
Klimawandels wäre es sogar sinnvoll, die Mahd noch früher
durchzuführen.
Starke Düngung ist zu vermeiden, da der
Wiesenknopf eher konkurrenzschwach ist.
Auch die Ameisen
vertragen das Ausbringen von Gülle nicht.
Die Raupen müssen
ausreichend Zeit haben, in den Blütenköpfen zu fressen und zu wachsen
und sie zu verlassen, daher darf im Herbst erst ab ca. Mitte September
gemäht oder beweidet werden.
Das Mahdgut muss entfernt werden,
also sollte auch nicht gemulcht werden.
Auch schwere Maschinen
und starker Viehtritt schädigen die Ameisen: Schafe eignen sich zur
Beweidung, wenn sie nur kurz und zur richtigen Zeit auf der Fläche
sind.
Alle Arbeiten wie Mähen, Schwaden, Abtragen sind von der
Hand oder mit leichtem Gerät durchzuführen.
| Schutzgebiete sind erforderlich,
damit nicht nur der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling
überleben kann, sondern auch der Wiesenknopf und die
Wirtsameisen in diesem Lebensraum. |
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| Bild: © Tim Laußmann |
Der Lebensraum des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist selten
geworden |
Diesen Anforderungen stehen im Widerspruch zur modernen
Landwirtschaft, wo Wiesen stark gedüngt und mit schwerem Gerät bis zu
sechsmal im Jahr gemäht werden. Auch werden (wechsel-) feuchte Wiesen
oft zu stark entwässert. Das macht sie mit Traktoren besser befahrbar,
beeinträchtigt aber die Ameisen und den Wiesenknopf.
Auch
Flurbereinigung schadet, wenn Randstreifen entfallen, auf denen sich
Wiesenknopf und Falter gerade noch halten können. Eine Nutzungsaufgabe
kleiner Flächen führt zur Verbuschung und damit zum Verlust geeigneter
Lebensräume, genauso wie der Umbruch von Wiesen in Ackerland, Bebauung
oder Umwandlung in Gewerbeflächen und dergleichen.
Vielen Dank an Dr. Jochen Behrmann vom BUND NRW Naturschutzstiftung
für die Bereitschaft den Pressetext, sowie die einmaligen Aufnahmen
von Frau Brigitte Schmälter, Herrn Tim Laußmann, Herrn Wolfgang Wagner zur Verfügung zu stellen.
Vielen Dank auch an Naturfoto Frank Hecker. Wer die Arbeit zum Schutz
der Schmetterlinge unterstützen möchte, der kann online spenden,
unter:
www.bund-nrw-naturschutzstiftung.de/spende.htm
Aufnahmen aus der Pflanzen- und Tierwelt
Die gesamte "Natur des
Jahres" im Überblick:
Die bisherigen "Schmetterlinge
des Jahres"
Die bisherigen "Fische des Jahres"
Die bisherigen
"Bäume des Jahres"
Die bisherigen "Blumen des Jahres"
Die bisherigen "Spinnen des Jahres"
Die bisherigen "Tiere des Jahres"
Die bisherigen "Pilze des Jahres"
Die bisherigen "Orchideen des Jahres"
Die bisherigen "Biotope des Jahres"
Die bisherigen "Streuobstsorten des Jahres"
Die bisherigen
"Insekten des Jahres"
Die bisherigen "Heilpflanzen des Jahres"
Die bisherigen
"Arzneipflanzen des Jahres"
Die bisherigen "Stauden
des Jahres"
Die bisherigen
"Weichtiere des Jahres"
Die bisherigen "Gemüse
des Jahres"
Die bisherigen "Böden
des Jahres"
Die bisherigen"
Flechten des Jahres"
Die bisherigen "Gefährdeten
Nutztierrassen des Jahres"
Die bisherigen "Landschaften
des Jahres"
Die bisherigen
"Flusslandschaften des Jahres"
Die bisherigen "Kakteen des
Jahres"
Die bisherigen "Moose des
Jahres"
Die bisherigen "Reptilien
des Jahres"
Die bisherigen "Giftpflanzen
des Jahres"
Die bisherigen
"Wasserpflanzen des Jahres"
Die bisherigen "Höhlentiere
des Jahres"
Die bisherigen "Algen des Jahres"
Die bisherigen "Einzeller
des Jahres"
Die bisherigen
"Libellen des Jahres"
Die bisherigen
"Alleen des Jahres"
Die bisherigen
"Gewässertypen des Jahres"
Die bisherigen
"Lebendigen Seen des Jahres"
Die bisherigen
"Fossile des Jahres"
Die bisherigen
"Gesteine des Jahres"
Die bisherigen
"Naturparktiere des Jahres"
Die bisherigen
"Wildbienen des Jahres"
Die bisherigen
"Seevögel des Jahres"
Die bisherigen "ganz
persönlichen Gartentiere des Jahres"
Die bisherigen "Waldgebiete
des Jahres"
Die bisherigen "Mikroben des
Jahres"
Die bisherigen "Zootiere des
Jahres"
Die bisherigen "Kartoffel des
Jahres"
Die
bisherigen "Gartentiere des Jahres"
Die bisherigen "Pflanzengesellschaften des Jahres"
Die bisherigen "Stadtpflanzen des Jahres"
Die
bisherigen "Sträucher des Jahres"
Die bisherigen "Wildpflanzen des Jahres"
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