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Die Schleiereule - der nächtliche, lautlose Jäger.

Die Schleiereule ist ein leiser, nächtlicher Jäger. Ihr Hörsinn ist so stark ausgeprägt, dass sie den Standort ihrer Beute auch bei völliger Dunkelheit genau bestimmen kann. Im Gegensatz zu anderen Vögeln mit großen Schwingen fliegen sie geräuschlos, weil ein Fransenkamm am Außenrand der äußersten Schwungfedern die Fluggeräusche verschluckt. Die Beutetiere nehmen die nahende Gefahr nicht wahr. Auch bei der Schleiereule sind die Augen nach vorn gerichtet. Damit können sie Entfernungen genau abschätzen. Der Nachteil dieser Augenstellung wird dadurch ausgeglichen, dass die Eulen ihren Kopf um 180° drehen und genau nach Rückwärts schauen können.
Die Schleiereule ist schlank und hat einen dicken, runden Kopf. Ihr Gesicht ist herzförmig, weiß bis hellbeige. Die Augen sind schwarz. Mit ihrem weißen Gesichtsschleier und ihrer hellen Unterseite wirkt sie fast gespenstisch, wenn sie im schwindenden Abendlicht über Felder und Wiesen streicht. Die hauptsächliche Nahrung der Schleiereule bilden Wühlmäuse, deswegen gerne bei Landwirten gesehen, echte Mäuse und Spitzmäuse. Selten werden Kleinvögel und Fledermäuse erbeutet (schlechte Mäusejahre). Schleiereulen haben ihre Brutplätze in alten Scheunen, verfallenen Gebäuden, Kirchtürmen und Felsspalten.

Schleiereule Länge: 33-36 cm;
Flügellänge: 29 cm; Lebenserwartung: etwa 2 Jahre; Eiablage: April/Mai und Juli/August; Gelege: 4-7 Eier.
Die Schleiereule  

Die Schleiereule würgt die unverdauten Teile von Insekten und Haare, Federn und Knochen von Beutetieren in Form von 3-5 cm langen schwärzlichen Gewöllen wieder aus. Jeden Tag werden zwei dieser Gewölle herausgewürgt und ausgestoßen. In der Brutzeit legen die Weibchen ihre Eier auf einen Haufen solcher Gewölle.
Schleiereulen leben in Dauerehe, jagen jedoch einzeln. Sie bevorzugen warmes Klima mit milden Wintern, da sie keine Anlagen haben sich Depotfett anzufressen, sterben viele von ihnen während längerer Frostwetterperioden und schneereichen Wintern.
Noch bis vor 50 Jahren waren die alten Bauernhöfe ideale Brutplätze für Schleiereulen. Scheunen voller losem, ungedroschenem Korn luden Nagetiere geradezu ein sich hier einzunisten, was für die Schleiereulen reichlich Nahrung bedeutete.
In den meisten Ländern Europas steht die Schleiereule unter Naturschutz. Dennoch ist ihr Fortbestand nicht gesichert. Schutzmaßnahmen sind dringend vonnöten. Landwirte sollten einige Anbauflächen unbestellt lassen um Nagetiere anzulocken. Von Schleiereulen bevorzugte Schlupfwinkel im Dachstuhl eines Hauses oder einer Kirche sollten ungestört bleiben.

ORDNUNG
Eulen
FAMILIE
Schleiereulen
GATTUNG & ART
Tyto alba

Klicken Sie hier um die Stimme der Schleiereule zu hören

Projekt Schleiereule - Kreisgruppe Würzburg im LBV


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- letzte Aktualisierung: Mittwoch, 11. Mai 2011 -