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Der Schwarzspecht (Dryocopus martius), der, der für andere Höhlenbewohner so wichtig ist!
 

Der Schwarzspecht der größte Specht Europas - hier ein Männchen (Bild: Michael Dorsch)
Der Schwarzspecht ist der größte europäische Specht. Er ist etwa krähengroß und ein scheuer, aber ruffreudiger Vogel, der oft zu hören, jedoch nur selten zu sehen ist.
Das Schwarzspecht-Männchen kann man an seiner intensiv roten Kopfplatte erkennen, das -weibchen am roten Fleck am Hinterkopf.
Der Schwarzspecht - hier ein Männchen Bild: Maximilian Dorsch


Wenn ich meine Waldbegehungen durchführe, höre ich in den Gebieten mit einem alten Wald, Altholzbestände, oft den typischen Ruf des Schwarzspechtes. Dabei hat der Schwarzspecht verschiedene Ruflaute. Hierbei kann man den Flugruf, ein "krrü-krrü-krrü" gut von dem Standortruf oder Anwesenheitsruf ein "kliööh, kliööh, oder klieeh, klieeh" gut unterscheiden. Immer wieder bitte ich die Behörden und Kommunen darum, die "alten Wälder", mit Totholzbeständen, zu bewahren, zusammen mit einem Nadelholzbestand, weil gerade der Schwarzspecht für viele andere Waldbewohner eine Rückzugsmöglichkeit zimmert, da oft jedes Jahr eine neue Höhle gezimmert wird. Natürlich werden auch Höhlen vom Schwarzspecht-Paar über Jahre immer wieder bezogen, aber nicht nur von ihm.

In Europa wurden 58 Tierarten festgestellt, die Schwarzspechthöhlen entweder als echte Nachnutzer oder als Höhlenkonkurrenten belegen, vor allem ist hier die Hohltaube zu nennen, aber auch Star und Dohle. Verschiedene Eulenarten, der Gänsesäger und die Schellente bewohnen diese Höhlen ebenso wie Fledermäuse. Seltene oder gar gefährdete Arten sind auf diese verlassenen Schwarzspechthöhlen angewiesen. Der Schwarzspecht ist gar der wichtigste Höhlenlieferant für die bedrohten Säugetiere. Eichhörnchen, Bilche, sowie Baummarder verwenden diese Höhlungen als Schlafplatz oder Bruthöhle.


Meistens hämmern Schwarzspechte (neues Brutpaar) jedes Jahr sich eine neue Bruthöhle. Dabei werden alte Bäume bevorzugt, die mindestens in vier Meter Höhe noch astfrei sind. Oft werden Höhlen in bis zu 10 Meter Höhe angelegt. Häufig werden Baumhöhlen, die bis zu 80 cm tief sind im harten Buchenholz gezimmert. Dazu arbeitet das Schwarzspecht-Paar gemeinsam rund 3 - 4 Wochen. In Weichholzbäumen benötigen sie dazu nur zwei Wochen. Schwarzspecht-Männchen beim Zimmern einer neuen Bruthöhle (Bild: Naturfoto Frank Hecker)
Bild: Naturfoto Frank Hecker Hier ist ein Schwarzspecht-Männchen bei seiner Zimmerarbeit zu sehen


Der Schwarzspecht ist mit Ausnahme der Britischen Inseln und Island, sowie Portugal, den größten Teilen Spaniens und Italiens in ganz Europa und Asien verbreitet. Schwarzspechte bevorzugen Altholzbestände und leben in Nadel-, Misch- und Laubwäldern. Schwarzspechte sind sehr anpassungsfähig, was ihnen zu Ende des 19.Jahrhunderts zu Gute kam, als man große Nadelwälder aufforstete, vor allem die Fichte. Er besiedelt eine Vielzahl von Waldtypen, immer vorausgesetzt, dass er in diesem Gebiet ein ausreichendes Nahrungsangebot vorfindet und natürlich auch passende Brutmöglichkeiten.


Der Schwarzspecht war der Vogel des Jahres 1981 um die Bedeutung der Waldlebensgemeinschaft herauszustellen (Bild: Dirk Schieder) Der Schwarzspecht war "Vogel des Jahres 1981". Für die Wahl seinerseits war auch bedeutend, dass unserem Wald, als Lebensraum, die Bedeutung gegeben wird, die gerade heute umso wichtiger wird.
Hier wird mit Sicherheit nach holzbewohnenden Käfern gesucht Bild: Dirk Schieder


Der Steckbrief des Schwarzspechtes

Der Schwarzspecht ist so groß wie eine Krähe und in beiden Geschlechtern an der roten Kopfplatte leicht zu erkennen. Dabei besitzt das Männchen eine rote Kopfplatte, beim Weibchen ist nur der Hinterkopf rot. Er hat ein schwarzes Gefieder und einen mächtigen hellen Schnabel und eine sehr hell gefärbte Iris. Sein Flug ist mehr oder weniger geradlinig. Seine unregelmäßigen und flatternden Flügelschläge erinnern dabei eher an einen Häher. Auch seine klagende Stimme ist unverwechselbar. Der Schwarzspecht ist weitgehend ein Standvogel in Mitteleuropa.


Der Schwarzspecht als Pionier eines alten Waldes, als Höhlenbeschaffer für viele andere Tierarten, öffnete den Blick auf die komplexen Zusammenhänge im Wald. Heute bleibt viel mehr Totholz im Wald liegen und schafft so auch eine Lebensgrundlage für viele Großkäferarten in einem naturnahen Wald und einer naturnahen Waldbewirtschaftung. Der Schwarzspecht ist ein geschickter Kletterer und seine scharfen Krallen geben ihm den besten Halt (Bild: Raimund Linke)
Der Schwarzspecht ist ein geschickter Kletterer und hat Dank seiner scharfen Krallen einen guten Halt. Bild: Raimund Linke


Der Schwarzspecht ist in den meisten Waldgegenden Mittel- sowie Nordeuropas und Asiens anzutreffen. Er lebt in Nadel- und Laubwäldern, in denen Bäume in weitem Abstand voneinander stehen und große, ungestörte Waldflächen bilden. Er scheint Buchen und Kiefern (23% der Nadelbäume) zu bevorzugen, auch wenn seine ovalen Nistlöcher gelegentlich in alten Fichten (25% der Nadelbäume), Tannen und Lärchen zu finden sind. Außerdem bewohnt der Schwarzspecht große und offene Parks, solange es dort einen alten Baumbestand gibt. Dabei liegt der Stammdurchmesser bei 40 Zentimetern und mehr. Diese großen und dicken Bäume benötigt der Schwarzspecht um seine tiefen und geräumigen Nisthöhlen zu bauen. Mit einem "Stangerlwald" kann der Schwarzspecht nichts aber auch gar nichts anfangen. Denn die Tiefe einer Schwarzspechthöhle schwankt von 30 bis 60 Zentimetern und das geräumige Innere der Höhle ist selten unter 25 Zentimetern.

Er ist ein recht scheuer Vogel, der aber bei einer Duldung, durchaus auch in menschlicher Nähe brütet und auch eine Nähe zum Menschen zuläßt. Allerdings verträgt der Schwarzspecht keine größeren und wiederkehrenden Störungen.

Wenn er für eine Bruthöhle ein Loch zimmert, oder die Rinde weghackt, um an die darunter liegenden Insekten zu gelangen, hält er sich mit den seinen Krallen fest und stützt sich mit seinen steifen Schwanzfedern an der Rinde ab. Dies konnte ich immer gut beobachten. Dann macht er sich mit seinem kräftigen, ja meißelförmigen Schnabel daran, in das Holz zu bohren und zu hacken.


Mit seinen hervorragend ausgebildeten Schwanzfedern kann er sich am Baum gut abstützen (Bild: Dirk Schieder) Der Schwarzspecht lebt die meiste Zeit des Jahres als Einzelgänger, wobei die Paarbildung außerhalb der Brutzeit als sehr lose gilt. Im Februar beginnt in der Regel die Balz bei den Scharzspechten, dabei rufen sich die beiden Partner mit lauten Revierrufen gegenseitig zu. Ebenfalls revieranzeigend ist das Trommeln, wobei die Vögel mit dem Schnabel in schneller Folge gegen einen hohlen Baum hämmern. Dabei wurde festgestellt, dass die über drei Sekunden andauernden Trommelwirbel aus bis zu 60 Einzelschlägen bestehen können.
Damit er bei all seiner Trommellei nicht bewußtlos mit einem schmerzenden Schädel vom Baum fällt, liegt daran, dass seine Schädelknochen und die Halswirbelsäule verstärkt sind. Zudem haben Spechte sehr starke Halsmuskeln, die jeden Stoß abfedern. Ebenso haben Spechte zwischen den Augen biegsame Knöchelchen, die wie ein Stoßdämpfer fungieren. Sein Gehirn füllt den Schädel fast vollständig aus, so kann es nicht passieren, dass das Gehirn hin und her schwappt und so nicht an die Schädeldecke schleudert. Sein Schnabel befindet sich etwas unterhalb des Gehirns, damit trifft die Wucht des Aufschlages nicht direkt das Gehirn, sondern wird von den Knochen abgefedert.
Sie sehen schon, die Natur hat vorgesorgt und so eingerichtet, dass diesen Vögeln nichts passiert und wir ihr Trommeln auch weiterhin hören und bewundern dürfen.
Gut zu sehen wie er sich mit seinen Schwanzfedern abstützt Bild: Dirk Schieder


Meist wird das Brutrevier vom Männchen gegründet. Wenn der Partner die Höhle inspiziert hat, wird der entsprechende Baum als Bruthöhle auserwählt. Ist die Höhle noch nicht fertig, machen sich die Partner abwechselnd daran, die Höhle nach ihren Bedürfnissen auszubessern und auszubauen. Der Schwarzspecht zimmert sich sowohl Brut- als auch Schlafhöhlen. Die Nisthöhlen können über mehrere Jahre verwendet werden. Neue Brutpaare zimmern sich eine neue Bruthöhle. Bei den Schwarzspechten gibt es nur eine Jahresbrut, nur bei einer Dauerstörung oder eines Gelegeverlustes wird eine, aber kleinere, Ersatzbrut, auch zwei, hervorgebracht. Die Brutzeit beginnt zumeist im April und das Gelege besteht zumeist aus 3 bis 5 Eiern, die in einem Intervall von einem bis zwei Tage gelegt werden. Fest gebrütet wird erst nach der Ablage des letzten Eies, die durchschnittlich 13 Tage lang bebrütet werden. Die Jungen schlüpfen in einem größeren Zeitintervall, so dass die Größenunterschiede der Jungvögel durchaus sichtbar sind. Beide Partner brüten, wobei, wie bei fast allen Spechten, das Männchen nachts auf den Eiern sitzt. Während der ersten Tage werden die Jungvögel dauernd gehudert und ihnen einen Nahrungsbrei aus Ameisen und Ameisenlarven verfüttert.


Merkmale des Schwarzspechts

Länge: ca. 45 - 47 cm;
Flügelspannweite: ca. 64 - 68 cm;
Gewicht: 260 - 340 g.
Brutzeit: April - Mai, nach Witterung zum Teil erst Anfang Juni; 1 Jahresbrut nur durch Gelegeverlust Zweitbruten.
Gelegegröße: 3 bis 5 weiße und glatte, glänzende Eier.
Brutdauer: 12 - 14 Tage
Nestlingszeit: 27 - 28 Tage, bei Einbruch von einer kalten Witterung kann sich dies bis auf 31 Tage hinauszögern.
Lebensweise: scheu, nistet in Baumhöhlen.
Nahrung: überwiegend Ameisen, vor allem die Roßameise.
Lebenserwartung: ein beringter Vogel wurde 7 Jahre alt.



Am Anfang müssen die blinden und völlig hilflosen Jungvögel regelrecht zum Futtern "überredet" werden. Nach etwa zehn Tagen nehmen die jungen Schwarzspechte dann das Futter freiwillig an.
Tagsüber wechseln sich die beiden Altvögel beim Brüten ab. Nachts brütet das Männchen alleine, das Weibchen muss in einer eigenen Schlafhöhle die Nacht verbringen.
Schwarzspecht-Männchen an der Bruthöhle und überbringt Nahrung für die Jungen (Bild: Michael Dorsch)
Bild: Maximilian Dorsch Schwarzspecht-Männchen bringt Nahrung für die Jungen


Bei der Brutablösung passiert bei den Schwarzspechten folgendes: Der ankommende Specht ruft in Höhlennähe das fast dohlenartige "klieeh" oder "kijak". Der brütende Partner antwortet aus der Höhle mit Klopfgeräuschen, worauf er dann das Gelege verlässt und der andere Partner die Höhle aufsucht.


Hier können Sie die Stimmen des Schwarzspechtes hören


Höhlenbaum der vielen anderen Arten als Lebensraum dient (Bild: Björn Neckermann) Ein Spechtbaum. Es darf einfach nicht vorkommen, dass solche Höhlenbäume gefällt werden. Solche Bäume sind auch potenzielle Brut- Überwinterung- und Schlafplätze für viele andere höhlenbewohnende Tiere.
Der Schwerpunkt der europäischen Brutverbreitung des Schwarzspechts liegt in Osteuropa, Polen und Deutschland. In Deutschland brüten wohl 34.000 BP, in Österreich bis zu 6.000 BP und in der Schweiz ca. 4.500 BP.

Wir haben daher eine hohe Verantwortung für diese Spechtart.
Höhlenbaum der vielen Arten als Lebensraum dient Bild: Björn Neckermann


Der Schwarzspecht lebt überwiegend von Ameisen. Unter den Ameisen überwiegen große Arten der Ameisen, wie Rossameise und den Puppen und Larven dieser Arten. Daneben werden Waldameisen und Wegameisen erbeutet. Seine Nahrung hacken die Schwarzspechte aus lebenden und toten Bäumen. Auch wird am Boden nach Ameisen gesucht. Dabei schleudert der Schwarzspecht die Laubschicht weg oder hackt mit seinem kräftigen Schnabel in verrottete Baumstümpfe. Dann untersucht er das entdeckte Ameisennest mit seiner langen, empfindlichen Zunge, die mit einer klebrigen Substanz überzogen ist. Die Ameisen bleiben daran hängen und werden in den Schlund befördert.


Typische Spuren, die ein Schwarzspecht auf der Suche nach Nahrung, z.B. der Rossameise hinterläßt.
Wo Schwarzspechte solche alte Holzstümpfe findet, macht er sich darüber her und zersplittert diese manchmal restlos.
Schwarzspechtspuren auf der Suche nach Ameisen (Bild: Naturfoto Frank Hecker)
Bild: Naturfoto Frank Hecker Schwarzspecht-Spur an einem Baumstumpf - diese alten Baumstümpfe müssen im Wald verbleiben


Die Vorliebe der Schwarzspechte für die großen Ameisen geht so weit, dass er Stunden damit verbringt, ihre Nester aufzuhacken, um die erwachsenen Tiere, ihre Larven und Puppen zu erbeuten. In einigen Teilen seines Verbreitungsgebietes besteht seine Nahrung aus bis zu 99 Prozent aus Ameisen. Aber was ich auch des öfteren gesehen habe, dass sich Schwarzspechte an Kirschen laben und diese anscheinend gerne verzehren. Desweiteren machen Schmetterlings- und Fliegenlarven einen Teil seiner Nahrung aus. Zur Winterzeit verlegt sich der Schwarzspecht auf das Ausgraben von Ameisen aus den Ameisenhaufen und von Bienen aus ihren Überwinterungsnestern.


Wissenswertes & Interessantes

Die Zunge des Schwarzspechtes hat eine hornige Spitze, die mit vier bis fünf Paaren nach hinten zeigenden Widerhaken besetzt ist. Auf diese Weise kann er Insekten und deren Puppen tief aus den Nestern holen.
Die meisten Spechtarten haben über ihren Nasenlöchern Federn, damit sie beim Holzpicken gegen kleine Holzstücke und Holzstaub geschützt sind.
Schwarzspechte trinken, indem er Regenwasser aus Löchern aufnimmt, das sich in alten Bäumen gesammelt hat.
Der Schwarzspecht hat eine dickere Haut, als die meisten anderen Vögel, so dass er gut geschützt ist, gegen die wütenden Bisse von Insekten, besonders von Ameisen, von denen er lebt.



Schwarzspecht-Männchen charakteristisch ist die helle Iris und die rote Kopfplatte (Bild: Dirk Schieder) Ein erwachsener Schwarzspecht, ist etwa so groß wie eine Krähe. Er hat ein schwarzes Gefieder, der Schnabel und seine Augen sind hell und das Männchen hat eine auffallend rote Kopfplatte.
Schwarzspecht-Männchen kontrolliert sein Revier Bild: Dirk Schieder


Während die Altvögel sehr reviertreu und auch Standvögel sind, streifen die Jung-Schwarzspechte nach dem Selbständigwerden umher, um sich ein eigenes Revier zu suchen. Die Jungvögel entfernen sich aber meist nicht weiter als 50 Kilometer vom Geburtsort weg. In Nordeuropa allerdings, finden regelrechte Zugbewegungen statt, die gut und gerne bis 1000 Kilometer weit wegführen, dies geschieht dann wenn es einen Nahrungsmangel gibt. Dabei ziehen diese Vögel teilweise bis in das nördliche Mitteleuropa hinein.


Wie zu sehen ist, kann man ein Schwarzspecht-Weibchen ganz gut von einem Männchen unterscheiden. Die rote "Kopfbedeckung" ist nur am Hinterkopf vorhanden.
Die Jungvögel sind von adulten Vögeln gut zu unterscheiden: Ihr Federkleid ist deutlich heller, mehr graubraun als schwarz. Wie Sie hier gut ersehen können, ist die Iris der Jungvögel schwarz. Der Schnabel ist eher elfenbeinfarbig, die rote Kopfplatte ist matter.
Am Ende des ersten Lebensjahres sind die Jungvögel von adulten Schwarzspechten dann kaum noch zu unterscheiden.
Ein Schwarzspecht-Weibchen an der Bruthöhle - charakteristisch ist der rote Fleck am Hinterkopf (Bild: Naturfoto Frank Hecker)
Bild: Naturfoto Frank Hecker Schwarzspecht-Weibchen an der Bruthöhle


Seit Ende des 19. Jahrhunderts hat der Schwarzspecht in Mittel- und Westeuropa sein Areal großflächig erweitert. Gründe dafür sind die von Mittel- zu Hochwald umgestellte Nutzung und die Ausweitung der Fichtenkulturen.
Besonders auffällig war die Arealerweiterung in Frankreich, wo die Art heute fast flächendeckend vorkommt, aber zur Mitte des 20. Jahrhunderts noch ein reiner Bergwaldbewohner war.
Im nördlichsten Europa hat es dagegen schon vor Jahrzehnten durch die Vernichtung der Primärwälder und den dadurch bedingten Lebensraumverlust gravierende Bestandseinbrüche gegeben.
 

Die Wissenschaft beschreibt heute, dass die Gattung Dryocopus sieben Arten großer bis sehr großer Hackspechte von meist schwarzer, oder schwarzweißer Gefiederfärbung besteht.

Sein wissenschaftlicher Artname, des Schwarzspechtes,
martius (dt."dem Mars geweiht"), wird mit dem römischen Kriegsgott, Mars, assoziiert. Vielleicht ist es auf die Wehrhaftigkeit und sein auffälliges Trommeln zurückzuführen.
Der Schwarzspecht benötigt einen alten Wald mit großen und alten Bäumen (Bild: Dirk Schieder)
Bild: Dirk Schieder Schwarzspecht sie brauchen einen alten Wald


In Bayern ist der Schwarzspecht nahezu flächendeckend verbreitet. Sein Brutareal hat sich leicht vergrößert. In Bayern gehört der Schwarzspecht zu den häufigen Brutvögeln, mit einer Bestandsschätzung von ca. 6.500 - 10.000 BP.
Sie können dem Schwarzspecht helfen, indem Sie bei einem Waldspaziergang und entdeckte Höhlenbäume markieren, mit Klebefolie oder anderen Hilfsmitteln, fotografieren und Ihrem Rathaus und oder Forstamt melden, damit diese Höhlenbäume nicht gefällt werden. Denn nicht bekannte Höhlenbäume werden immer wieder versehentlich durch Forstbetriebe oder durch sie beauftragte Betriebe gefällt.
Zur Erhaltung der Schwarzspecht-Brutpaaranzahl, wäre es notwendig, dass es zu einer weiteren Zunahme von Totholz-Anreicherung im Wald kommt und dass bei einem Waldumbau höhere Baumstümpfe und Durchforstungsholz im Wald verbleibt, damit unsere Spechtvögel, bzw. der Schwarzspecht davon profitieren können.


Schwarzspecht-Paar an ihrer Bruthöhle (Bild: Naturfoto Frank Hecker) Das Männchen verlässt die Höhle um Nahrung herbeizuschaffen und das Weibchen fliegt in die Bruthöhle ein.
Vielleicht Schichtwechsel beim Schwarzspecht-Paar Bild: Naturfoto Frank Hecker



Ordnung Familie Unterfamilie Gattung
Spechtvögel Spechte Echte Spechte Dryocops


Vielen Dank an die Naturfotografen Maximilian Dorsch, Dirk Schieder, Raimund Linke, Björn Neckermann und Naturfoto Frank Hecker für Ihre Bilder.


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- letzte Aktualisierung: Mittwoch, 10. März 2021 -
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