HW4
Greifvögel
Streuobst
Biotoppflege
Ornithologie
Insekten
Sie sind hier: Insekten > Echtes Maedesuess



Das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria) das nach Mandeln und Vanille duftet


Das Echte Mädesüß ist eine große mehrjährige Staude, mit kantigen Stängeln. Seine Blätter sind unpaarig gefiedert mit großen und kleinen Teilchenblättern versehen, die oben grün und unten zumeist weißlich behaart sind. Die Blütenrispen sind mit zahlreichen kleinen, gelbweißen Blüten versehen, die süß nach Mandeln duften.

Das Vorkommen des Echten Mädesüß sind die feuchten Standorte, vor allem an Ufersäumen von Bächen und Gräben. Es ist auch in feuchten Wäldern anzutreffen. Die Blütezeit reicht in Deutschland von Juni bis Juli, in Mitteleuropa von Juni bis August. Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch Insekten, Pollenblume. Die Verbreitung der Fortpflanzungseinheiten geschieht durch Wind oder Wasser. Ferner gilt das Echte Mädesüß als ein Gleybodenzeiger (norddt. Klei, für Lehm und Ton und ist ein vom Grundwasser beeinflusster Boden). Seine Verbreitung erreicht fast ganz Europa mit Ausnahme des südlichen Mittelmeerraumes. In Mitteleuropa ist das Echte Mädesüß weit verbreitet und in den meisten Gebieten auch recht häufig anzutreffen.


Das Echte Mädesüß - dessen Blüten angenehm duften (Bild: Kosmos Naturführer) In seine Blüten muss man einfach seine Nase stecken. Sie duften angenehm nach Mandeln und Vanille. Die nektrarreichen Blüten tauchte man früher in Met, um diesem Getränk das typische Aroma zu geben. Daher stammt auch der deutsche Name, der sich vom skandinavischen Wort m j ö d für Met ableitet.
Das Echte Mädesüß - dessen Blüten angenehm duften Bild: Kosmos Naturführer


Auch eine englische Biersorte soll damit heute noch geschönt werden. Das Echte Mädesüß ist über ganz Nord- und Mitteleuropa verbreitet und bildet auf feuchten Wiesen große Bestände aus. Das Echte Mädesüß begleitet immer die Bäche der Mittelgebirge und der Alpen. Bei uns in Deutschland steigt das Echte Mädesüß in den Alpen über 1360 Meter hoch. Im Schwarzwald auf über 1.400 Meter. Im Juli duftet das ganze Inntal nach dieser Pflanze. Ihre Blüten und Blätter sind häufig auch in käuflichen Grippetees enthalten.


Futterpflanze für folgende Schmetterlingsraupen
Brauner Bär Alpiner Ringelspinner
Mädesüß-Perlmuttfalter Kleines Nachtpfauenauge
Zimtbär Kleiner Würfeldickkopf
Schönbär  


Für die deutsche Bezeichnung Mädesüß gibt es mehrere Erklärungsansätze. Die am häufigsten genannte Erklärung verweist darauf, das das Echte Mädesüß früher zum Süßen und Aromatisieren von Wein, aber insbesondere des Met verwendet wurde. Der Name bedeutet daher "Metsüße", wobei dieser Honigwein kaum eine weitere Süße nötig hatte, aber auf Grund des eher flachen Weingeschmacks ein Aroma. Ein altertümlicher Begriff für Grasland ist auch M e d e, auf dem des Echte Mädesüß tatsächlich wächst, wenn es genug feucht ist.


Ordnung Familie Unterfamilie Gattung
Rosenartige Rosengewächse Rosoideae Mädesüß


 Literatur: auch Wikipedia und Kosmos Naturführer


zurück


- letzte Aktualisierung: Donnerstag, 08. April 2021 -
Unsere Seiten sind optimiert für Internet Explorer 8.0 und Firefox 3.6 bei einer Auflösung von 1024x768 Pixel
© Umweltfreunde Würzburg - Ochsenfurt 2018