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Die Seevögel des Jahres seit 2014

Der Verein Jordsand e.V. aus Ahrensburg (Schleswig-Holstein) ernennt jedes Jahr den "Seevogel des Jahres"



Der Austernfischer war der erste "Seevogel des Jahres" aus dem Jahre 2014


Jahr Seevogel Familie wissenschaftlicher Name
2014 Austernfischer Austernfischer Haematopus ostralegus
2015 Brandseeschwalbe Seeschwalben Thalasseus sandvicensis
2016 Basstölpel Tölpel Morus bassanus
2017 Eisente Entenvögel Clangula hyemalis
2018 Sandregenpfeifer Regenpfeifer Charadrius hiaticula

Der Sandregenpfeifer Seevogel des Jahres 2018


Der Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur e.V. hat den Sandregenpfeifer zum "Seevogel des Jahres 2018" gewählt. Der Rückgang dieses bunten Watvogels sei dramatisch, berichtet Dr. Erika Vauk-Hentzelt, amtierende Vorsitzende des Vereins Jordsand. "In unseren Schutzgebieten an Nord- und Ostsee ist die Zahl der brütenden Sandregenpfeifer in den letzten 30 Jahren auf etwa ein Drittel eingebrochen", so die Biologin. Auf der Insel Sylt war der kleine Vogel einst besonders zahlreich vertreten. In den 1950er und 1960er Jahren brüteten an dem vom Verein Jordsand betreuten Rantumbecken noch 60 bis 70 Paare. "Heute ist er dort verschwunden", beklagt Frau Vauk-Hentzelt. Auf der gesamten Insel zogen Anfang der 1970er Jahre über 600 Paare ihre Jungen auf, inzwischen ist die Zahl auf höchstens 25 gesunken. Der Sandregenpfeifer zählt im Wattenmeer zu den Brutvogelarten mit den stärksten Verlusten. An der Ostsee sieht es nicht viel besser aus: In dem Jordsand-Schutzgebiet Schleimünde konnte der Vogelwart 1979 noch 40 Nester zählen, heute findet er dort gerade noch zwei bis fünf. Aktuellen Angaben zufolge gibt es deutschlandweit etwa 1000 Brutpaare des Sandregenpfeifers, nach der Roten Liste der Brutvögel ist er hierzulande "Vom Aussterben bedroht".


Der Sandregenpfeifer ist der Seevogel des Jahres 2018 (Bild: Sebastian Conradt) Der Rückgang dieses bunten Vogels sei dramatisch, so die Vereinsvorsitzende Frau Erika Vauk-Hentzelt. Der Sandregenpfeifer zähle im Wattenmeer zu den Brutvogelarten mit den stärksten Verlusten.
Der Sandregenpfeifer - Seevogel des Jahres 2018 Bild: Sebastian Conradt


Seinem Namen alle Ehre machend bevorzugen Sandregenpfeifer als Brutplatz frische und weitgehend vegetationslose Sandanspülungen, die es heute kaum noch gibt. Mit dem Bestreben, Inseln und Halligen sowie das Festland gegen Sturmfluten zu sichern, wird eine natürliche Küstendynamik mehr und mehr verhindert. Uferbereiche werden festgesetzt und wachsen, begünstigt durch ein menschengemachtes Überangebot an Nährstoffen, zu. Außerdem drängt ein seit Jahrzehnten zunehmender Tourismus auf die Strände, einen ebenfalls sehr wichtigen Brutplatz des Sandregenpfeifers. "Dort, wo wir im Sommer unsere Handtücher ausbreiten, liegt eigentlich der Lebensraum von Tieren", erläutert Vauk-Hentzelt. "Deshalb schützen wir kleine Strandbereiche, etwa auf der Helgoländer Düne, wenn wir dort ein Sandregenpfeifer-Gelege feststellen." Diese Arbeit sei vor allem außerhalb der geschützten Gebiete wichtig. Auch zu verhindern, dass Beutegreifer wie etwa der immer häufiger werdende Fuchs über die Eier und Küken der am Boden brütenden Vögel herfällt, stelle einen wichtigen Baustein der Schutzbemühungen des Vereins Jordsand dar.


Der Sandregenpfeifer ist ein gedrungener, kleiner Vogel mit einem melodiösen Gesang und hübsch gezeichnetem Gefieder. Er ist ein wenig größer als der Flußregenpfeifer und besitzt eine klangvollere Stimme. Wenn er schnell über den Strand läuft, sieht er aus wie eine rollende Kugel. Die orangerötlichen Beine sind im Sommer ein gutes Feldkennzeichen (Bild: Gunther Zieger)
Bild: Gunther Zieger Die orangerötlichen Beine sind im Sommer ein gutes Feldkennzeichen


In diesem Jahr wollen die Seevogelschützer ein besonderes Augenmerk auf den kleinen Sandregenpfeifer richten und die Bevölkerung für den Nutzungskonflikt an den Stränden sensibilisieren. "Dabei geht es uns nicht darum, die Badegäste zu vertreiben, sondern Verständnis dafür zu wecken, dass kleinere Bereiche einem brütenden Vogelpaar vorbehalten werden müsse", betont die Jordsand-Vorsitzende. Außerdem sei es wichtig zu prüfen, ob einzelne Küstenabschnitte der natürlichen Dynamik von Strömungen, Wind und Wellen überlassen werden können, sodass sich neue Sandaufspülungen und damit Bruthabitate entwickeln. Angesichts des auch an Nord- und Ostsee merklich steigenden Meeresspiegels ist dies dringend erforderlich.

Äußerlich fällt der knapp starengroße Sandregenpfeifer vor allem durch seinen orangefarbenen Schnabel mit schwarzer Spitze und die im Brutkleid orange leuchtenden Beine auf. Das markante schwarze Brustband brachte ihm seinen dänischen Namen "Stor Praestekrave" ein, was Großer Priesterkragen bedeutet. Wenn sich ein Feind - oder Mensch - dem Nest nähert, trippelt der Sandregenpfeifer in einer "Start-Stopp-Technik": Meist verharrt er für eine kurze Weile, läuft dann für eine kleine Strecke unvermittelt los und stoppt ebenso plötzlich wieder.
Der Rücken und die Oberflügel sind beim Sandregenpfeifer hellbraun-graubraun gefärbt, die Unterseite weiß. Im Flug ist deutlich ein weißer Flügelstreif erkennbar. Geschlossenes, breites schwarzes Brustband. Der Kopf ist kontrastreich schwarz-weiß-braun gezeichnet. Der Schnabel verfügt über eine schwarze Spitze und ist im Prachtkleid an der Basis leuchtend orange gefärbt, ebenso die Beine. Beim Weibchen sind die schwarzen Partien blasser. Im Schlichtkleid sind die Beine matt orange, der Schnabel durchgehend dunkel und die schwarzen Gefiederpartien grau. Jungvögel sind ähnlich gefärbt, die Beine jedoch schmutzig-gelb bis bräunlich und das Brustband ist vorne oft nicht geschlossen.


Die Start-Stopp-Technik ist ein Merkmal des Sandregenpfeifers (Bild: Gunther Zieger) Typisch für die Regenpfeifer: Mit sehr schnellen Trippelschritten "rollen" die kleinen Vögel geradezu über den Boden, halten dann plötzlich an, picken nach Nahrung oder mustern die Umgebung, um dann wieder eine kurze Strecke inraschem Tempo zurückzulegen.
Die "Start-Stopp-Technik" des Sandregenpfeifers Bild: Gunther Zieger


Seine Nahrung findet er während dieser "Start-Stopp-Läufe" visuell. Rufend lässt der Seevogel des Jahres 2018 ein weich flötendes "dü-ip" hören. In der Herbst- und Winterszeit verweilen unsere Sandregenpfeifer von Nord- und Ostsee in ihren Winterquartieren zwischen Frankreich und Marokko. "Hoffen wir, dass sie im Frühjahr wohlbehalten wieder in unsere Schutzgebiete zurückkehren", so Vauk-Hentzelt.

Der Sandregenpfeifer, ist eine Vogelart aus der Familie der Regenpfeifer (Charadriidae) und gehört zur Ordnung der Regenpfeiferartigen (Charadriiformes). Sein wissenschaftlicher Name: Charadrius hiaticula Linnaeus 1758).

Verbreitung

In gemäßigten und borealen Zonen sowie Tundren Europas und Asiens verbreitet. Sein südlichstes Brutgebiet, erreicht der Sandregenpfeifer im Nord- und Ostseeraum sowie auf den britischen Inseln. Die Unterart Charadrius tundrae brütet von Nord-Skandinavien bis in das östliche Sibirien (überwintert vom südlichen Kaspischen Meer bis Indien und Süd-Afrika). Die Unterart Charadrius psammodroma brütet von Nordost-Kanada über Grönland und Spitzbergen bis Island und Färöer (überwintert in Südwest-Europa bis in das südliche Afrika. Europäische Brutgebiete v.a. im Norden, mitteleuropäische Populationen kleiner. Winterquartiere in weiten Teilen Afrikas, in Vorderasien und in Westeuropa. Die drei Unterarten unterscheiden sich vor allem in ihrem Mauserrhythmus.


Rot: Ganzjährige Verbreitung
Grau: Überwinterungsgebiet
Grün: Brutgebiet

Der Sandregenpfeifer brütet im Norden Europas, Asiens, Kanadas.
Verbreitungsgebiet des Sandregenpfeifers
  Verbreitungsgebiet des Sandregenpfeifers


Lebensraum

Brütet auf weitgehend vegetationslosen Flächen (Sand und Kies, schüttere Salzwiesen), bevorzugt küstennah, in Deutschland fast ausschließlich direkt an Nord- und Ostsee (60% im Wattenmeer, davon 2/3 in Schleswig-Holstein und 1/3 in Niedersachsen). Hier bevorzugt er dynamische Küstenlebensräume mit Stränden, Strandwellen, Nehrungshaken und Primärdünen, aber auch Naturschutzköge mit entsprechendem Management. Nördliche Populationen brüten in der Zwergstrauchtundra. Durchzügler rasten in großer Zahl im Wattenmeer. Im Binnenland sind sie deutlich seltener anzutreffen, dort meistens an Binnengewässern und in Lebensräumen mit Schlammflächen, auch in Kiesgruben.

Bestand

Weltbestand 415.000 - 1,4 Mio. Individuen (2015). Brutbestand in Europa aktuell 140.000 - 213.000 BP (2015), Trend abnehmend. In Deutschland 950 - 1.100 BP (2005-09).


Männchen und Weibchen haben die gleiche Färbung (Bild: Gunther Zieger) Bereits im März/Anfang April ist mit den europäischen Brutvögeln zu rechnen. Oft erst im Mai ziehen die Tundrenbewohner von Lappland bis Westsibirein durch.
Männchen und Weibchen haben die gleiche Färbung Bild: Gunther Zieger


Von Ende März bis Anfang April treffen die Vögel an ihren Brutplätzen ein. Das balzende Männchen versucht, durch Scharren im Sand oder Schotter die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, manchmal lässt es ein paar Kiesel an seiner Brust hinabrieseln. Es duckt sich oder steht aufrecht, um seine Farbmuster zu präsentieren, fliegt um das Weibchen herum und flötet dabei laut. Beim "Paarlauf" rennen die Partner ein Stück nebeneinander her. Andere Männchen werden mit gesenktem Kopf, schleifenden Flügeln und durch Aufplustern bedroht. Verpaarte Vögel errichten ihr Brutrevier oft an derselben Stelle wie im Vorjahr. Das Männchen scharrt mehrere flache Bodenmulden, wovon das Weibchen eine für das Gelege auswählt. Gut getarnt wird das Nest mit Muschelbruchstücken, Gras, Holz und kleinen Steinen ausgelegt.

Brut

Einzelbrüter, meist verstreut, in optimalen Küstenhabitaten mehr als 3 BP pro Hektar möglich. Geschlechtsreif ab dem 1.Lebensjahr. Monogame (einehig) Saisonehe, mehrjährige Gattentreue. Legebeginn ab April, lokal ab Mitte März, Hauptlegezeit Anfang Mai. Gelegegröße: 4 Eier. Brutdauer: 21 - 28 Tage. Nestlingszeit: ca 24 Tage. Beide Elternteile führen die Jungen. Familienauflösung etwas später. 1 -2 Jahresbruten. Bruterfolg: An unseren Küsten niedrig, genaue Angaben fehlen. Alter/Sterblichkeit: Generationslänge: < 3,3 Jahre. Ältester Ringvogel älter als 20 Jahre und 10 Monate.


Die vier Eier liegen wie ein vierblättriges Kleeblatt mit den Spitzen nach innen. Beide Partner bebrüten die Eier. Die Nestflüchter verlassen ihre Sandwiege, sobald die Dunen trocken sind. Sie suchen selbst nach Nahrung, werden aber von den Eltern durch Rufe vor Gefahren gewarnt. Das Gelege eines Sandregenpfeifers im Sand und Kies gut getarnt (Bild: Sebastian Conradt)
Bild: Sebastian Conradt Gelege eines Sandregenpfeifers


Nahrung

Wirbellose wie Krebstiere, Würmer, Muscheln, Schnecken, Kopffüßer, Insekten, Spinnen (Mollusken, Arthropoden, Polychaeten).

Mollusken (lat. molluscus "weich" sind ein sehr arten- und formenreicher Tierstamm, der Gewebetiere. Zu ihnen gehören, z.B. eine Käferschnecke, eine Herzmuschel, eine Amerikanische Kronenschnecke und ein Gewöhnlicher Tintenfisch.

Arthropoden. Die Gliederfüßer (Arthropoda, von altgriechisch arthron "Gelenk" und pous "Fuß" sind ein Stamm des Tierreichs. Zu ihnen gehören unterschiedliche Tiere, wie Insekten, Tausendfüßer, Krebstiere (Krebse, Entenmuscheln), Spinnentiere (z.B. Spinnen, Skorpione, Milben) und die ausgestorbenen Trilobiten.

Polychaeten. Vielborster oder Polychaeta (von altgriechisch Polys "viel" und chaite "Haar" sind eine Klasse der Ringelwürmer (Annelida), deren Bauplan gegenüber der zweiten Ringelwurmklasse (Clitellata) meist als relativ ursprünglich angesehen wird. (Gut 10.000 beschriebene Arten).

Nahrungszusammensetzung abhängig vom Aufenthaltsort. Benötigt audio-visuelle Signale zur Jagd, daher werden nur sich bewegende Tiere gefressen. Aufscheuchen der Beute durch Fußtrampeln.

Verhalten: Läuft wie alle Regenpfeifer in einer "Start-Stopp-Technik" an der Wasserkante entlang. Nach kurzem regungslosem Verharren legt er mit schnellen Schritten eine kleine Strecke zurück, um ebenso plötzlich wieder zu stoppen. Zum Schutz von Gelege oder Küken werden Feinde durch das Imitieren von Verletzungen verleitet.


Sandregenpfeifer-Küken sind Nestflüchter (Bild: Ralph Martin) Die Küken sind wie die Altvögel nur an Kiesstränden perfekt getarnt, auf schlammigen oder grasbewachsenen Flächen hätten sie keinen Schutz.
Das Junge verläßt die Nestmulde, sobald die Dunen trocken sind.
Sandregenpfeifer-Küken Bild: Ralph Martin



Wissenswertes & Interessantes

Sandregenpfeiferküken besitzen ein breites, weißes Halsband und darüber ein schwarzes Band. Beim Warnruf ihrer Eltern ducken sie sich und ziehen den Kopf ein, so dass die Zeichnung unsichtbar wird. Sie verharren reglos, bis ein Elternteil Entwarnung gibt und sie die Nahrungssuche fortsetzen können.
Fluß- und Sandregenpfeifer kann man auch an ihrem Lidring unterscheiden. Bei letzterem ist er blassgelb und etwas undeutlich, bei ersterem leuchtend hellgelb.



Praktisch alle greifbaren Kleinlebewesen im Watt oder im Sand stehen auf dem Speisezettel des Sandregenpfeifers. Sandregenpfeifer auf Nahrungssuche - nur sich bewegende Tiere werden erbeutet (Bild: Olav Krüger)
Bild: Olav Krüger Sandregenpfeifer auf Nahrungssuche, nur sich bewegende Tiere werden erbeutet


Wanderungen

Kurz - bis Langstreckenzieher. Rastvorkommen insbesondere an den Küsten, vereinzelte Durchzügler im Binnenland. Herbstzug in Deutschland von Juli bis Oktober in überwiegend süd-westliche Richtung. Frühjahrszug möglicherweise weiter östlich und in zwei Wellen. Im März Brutvögel des Nord- und Ostseeraums, im Mai nordeurasische Brutvögel (Ch. tundrae). Winterquartier der Nordseevögel hauptsächlich in Westeuropa bis Frankreich, der Ostseevögel in Südwesteuropa bis Marokko.


Ziehende Sandregenpfeifer (Bild: Nils Conradt) An der Küste und zur Zugzeit kann man die drei kleinen Regenpfeifer nebeneinander sehen.
Ziehende Sandregenpfeifer Bild: Nils Conradt


Gefahren

Fehlende Bruthabitate durch Mangel an natürlicher Küstendynamik und Flächenverlust durch Wasserbau / Küstenschutz. Zuwuchs freier Flächen (Sukzession) u.a. durch Eutrophierung und Pflanzungen. Überflutung der Brutplätze durch steigenden Meeresspiegel. Störung der Brutaktivitäten durch intensiven Küsten-Tourismus. Konzentration auf wenige und z.T. kleine Schutzgebiete, insbesondere dort Prädation durch Fuchs und andere Raubsäuger.

Deutsche Sandregenpfeifer ziehen meist an die Atlantikküste von Frankreich bis Portugal und Spanien um hier zu überwintern. Auf die schwindenden Populationen des Sandregenpfeifers lauern viele Gefahren (Bild: Gunther Zieger)
Bild: Gunther Zieger Auf dem kleinen Sandregenpfeifer lauern viele Gefahren



Feldbeobachtungen

In Deutschland kommen drei ähnliche Regenpfeiferarten vor: Sand-, Fluß- und Seeregenpfeifer. Die Unterschiede zum etwas kleineren Flußregenpfeifer wurden bereits beschrieben. Der Seeregenpfeifer ist noch leichter zu erkennen: Er hat schwarze Beine, kein schwarzes Brustband und einen zimtfarbenen Scheitel. An der Küste und zur Zugzeit kann man diese drei kleinen, unterseits überwiegend weißen Regenpfeifer nebeneinander sehen. Der Flugruf des Sandregenpfeifers steigt an "tü-ip", fällt beim Flußregenpfeifer ab "ti-ü" und ist beim Seeregenpfeifer oft dreisilbig "tit-tit-tit".


Schutzstatus

Nach der Roten Liste der Brutvögel (2015) vom Ausserben bedroht bei starker Abnahme über die letzten 25 Jahre. Nach HELCOM (HELCOM ist eine zwischenstaatliche Kommission, die für den Schutz der Meeresumwelt im Ostseeraum arbeitet. Die Kommission wurde von den Ostsee-Anrainern gegründet, unterschrieben auch von Tschechien. Grundlage ist die Helsinki-Konvention von 1992, die am 17.Januar 2000 in Kraft trat. HELCOM kann nur Empfehlungen aussprechen, aber keine Beschlüsse oder Richtlinien verabschieden) im Ostseeraum nahezu gefährdet, Grund: teilweise starker Rückgang mancher Populationen. IUCN (die IUCN 'Internationale Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen', auch Weltnaturschutzunion, mit Sitz in Gland, Schweiz, ist eine internationale Nichtregierungsorganisation und Dachverband zahlreicher internationaler Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen. Ihr Ziel ist die Sensibilisierung der menschlichen Gesellschaften für den Natur- und Artenschutz und diese so zu beeinflussen, dass eine nachhaltige und schonende Nutzung der Ressourcen sichergestellt ist. Die IUCN erstellt unter anderem die Rote Liste gefährdeter Arten) Rote Liste unbedenklich, Grund: sehr großes Verbreitungsgebiet, sehr große Population, Populationsrückgang langsam.


Sandregenpfeifer - wir müssen ihm helfen und seine Brutgebiete schützen (Bild: Gunther Zieger) Hoffen wir, dass viele aus ihren Überwinterungsgebieten zurückkehren und wir diese einmaligen Regenpfeiferarten noch lange an unseren Küsten bewundern können.
Sandregenpfeifer - wir müssen ihm helfen und seine Brutgebiete schützen Bild: Gunther Zieger


Vielen Dank an Verein JORDSAND zum Schutze der Seevögel und der Natur e.V., für den Pressetext und an Herrn Sebastian Conradt, Chefredaktion Seevögel, für die Möglichkeit Bilder von ihm selbst, Herrn Nils Conradt und Herrn Ralph Martin veröffentlichen zu können. Vielen Dank auch an meine Bildreferenten Herrn Gunther Zieger und Herrn Olav Krüger für ihre Bilder.


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- letzte Aktualisierung: Freitag, 31. August 2018 -
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