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Die Landschaften des Jahres seit 1989

Die "Landschaft des Jahres" wird seit dem Jahr 1989 jährlich (seit 1992 alle zwei Jahre) durch die Naturfreunde Internationale (NFI) ausgerufen, um auf die Gefährdung und Schönheit ausgewählter Landschaften aufmerksam zu machen.

Bisherige Landschaften des Jahres:

Jahr Landschaft
1989 Der Bodensee
1990 Der Neusiedler See
1991-1992 Region Eifel-Ardennen
1993-1994 Region Odermündung
1995-1996 Die Alpenregion
1997-1998 Die Maas-Region
1999-2000 Der Böhmerwald
2001-2002 Das alte Flandern
2003-2004 Das Lebuser Land
2005-2006 Jura - Arc jurassien
2007-2009 Das Donaudelta
2010-2011 Slowakischer Karst - Aggtelek Karst
2013-2014 Der Oberrhein

Grenzüberschreitende Begegnungen schaffen

Die Naturfreunde Internationale (NFI) hat die Region Oberrhein im Dreiländereck Deutschland, Schweiz und Frankreich zur "Landschaft des Jahres 2013/2014 ernannt. Das Projektgebiet umfasst in Deutschland Süd- und Mittelbaden und die südliche Pfalz, in Frankreich das Elsass sowie in der Schweiz die Kantone Basel-Stadt, Basel-Land, Jura, Solothurn und Aargau.

Großartige Landschaft am Oberrhein (Bild: Michael Sauer, Naturfoto)

Besondere Bedeutung für den Naturschutz haben die zahlreichen Feuchtgebiete der Auenlandschaft am Oberrhein.
Hier finden sich viele Natur,- Landschafts- und Vogelschutzgebiete. Zwischen Weil am Rhein und Karlsruhe sind seit dem Jahr 2008 auf 190 Kilometern Länge 25.117 ha in Deutschland und 22.413 ha in Frankreich nach der Ramsar-Konvention geschützt.

Großartige Landschaft am Oberrhein

Bild: Michael Sauer, Naturfoto

Landschaften des Jahres - Brücken in Europa

Bereits seit 1989 wählen die Naturfreunde - mit mehr als 500.000 Mitgliedern eine der weltweit größten Umweltschutzorganisationen - für jeweils zwei Jahre eine grenzüberschreitende und ökologisch wertvolle europäische Region zur Landschaft des Jahres. Die Naturfreunde setzen sich dabei für eine nachhaltige regionale Entwicklung und grenzübergreifende zivilgesellschaftliche Kooperationen auf allen Ebenen ein. "Mit unserer mehr als 100-jährigen Tradition und unserem ehrenamtlichen Engagement ist es seit jeher unser Bestreben, die nachhaltige Entwicklung von Umwelt und Gesellschaft aktiv mitzugestalten und internationale Solidarität über Grenzen hinweg zu leben", erklärt Manfred Pils, der Präsident der Naturfreunde Internationale.

Die Landschaft des Jahres ist eine Regionalentwicklungsinitiative der Naturfreunde aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz gemeinsam mit der Naturfreunde Internationale und steht unter der Schirmherrschaft der Oberrheinkonferenz. Der Schweizer Anteil des Projektgebiets steht unter der Schirmherrschaft des Schweizer Bundespräsidenten 2013. Bundesrat Ueli Maurer. Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.

Das größte Naturschutzgebiet Hessens, Kühkopf-Knoblauchsaue, liegt ebenso am Oberrhein wie das Taubergießen, eines der größten Schutzgebiete in Baden-Württemberg. Weitere Ramsar-Gebiete befinden sich am sogenannten Inselrhein zwischen Mainz und Bingen.

Wildgänse am Oberrhein (Bild: Michael Sauer, Naturfoto)

Bild: Michael Sauer, Naturfoto

Wildgänse am Oberrhein

Perspektiven im grenzüberschreitenden Zusammenleben

Mit der Landschaft des Jahres soll der Aufbau einer grenzüberschreitenden Zivilgesellschaft wie auch ein wechselseitiger Austausch über die gemeinsame Kulturgeschichte unterstützt und das grenzüberschreitende Bewusstsein in der Bevölkerung gestärkt werden. "Wir Naturfreunde wollen, dass sich die Menschen links und rechts des Rheins, diesseits und jenseits der Grenze unabhängig von politischen und wirtschaftlichen Institutionen gemeinsam Gedanken um die Entwicklung ihrer Region machen", erklärt Helmut Eßlinger, Landesgeschäftsführer der Naturfreunde Baden.

"Wie gestalten und schützen wir unsere Umwelt? Wie wollen wir uns mit Energie versorgen? Welche Verkehrsverbindungen benötigen wir? Wie können wir das gemeinsame Erbe unserer vielfältigen Sprachen schützen? Die Landschaft des Jahres soll Anlässe schaffen, dass sich Menschen grenzüberschreitend begegnen, miteinander reden, diskutieren und Ideen für ihre gemeinsame Zukunft entwickeln", so Helmut Eßlinger weiter.

"Die Landschaft des Jahres Oberrhein wird ganz gewiss ein Anstoß zur Weiterentwicklung der Region sowie der grenzüberschreitenden Zivilgesellschaft sein und ermutigt die länderübergreifende Zusammenarbeit zu forcieren sowie neue Ideen zu initiieren", sagt Marie-Bernard Lefebvre-Dumont der Naturfreunde Frankreichs.

"Mit dieser Initiative wollen wir dazu einladen diese vielfältige, von der gemeinsamen Geschichte und durch den gemeinsamen Naturraum geprägten Region und neue "Landschaft des Jahres" kennenzulernen, zu erleben und mitzugestalten", so Edmond Rund, Vorstandsmitglied der Naturfreunde Schweiz zur grenzüberschreitenden Naturfreunde-Initiative.

Landschaft des Jahres erhält Innovationspreis der Welttourismusorganisation

Die Welttourismusorganisation (UNWTO) hat die Kampagne Landschaft des Jahres der Naturfreunde Internationale am 15. November 2012 mit dem Ulysses Aword for Innovation in Non-Governmental Organizations ausgezeichnet.
In der Begründung der Jury heißt es, die Auszeichnung als "Landschaft des Jahres" sei für Regionen in ganz Europa zu einem wichtigen Anreiz geworden. Ihre Landschaften und Biodiversität durch nachhaltige Projekte wie zum Beispiel Tourismus zu schützen.

Quelle: Naturfreunde Internationale

Vielen Dank an Herrn Michael Sauer, Naturfoto, für die zur Verfügung gestellten Bilder (www.naturfoto-schwanau.de)


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- letzte Aktualisierung: Mittwoch, 18. September 2013 -