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Die Giftpflanzen des Jahres seit 2005

Der Botanische Sondergarten Wandsbek wird erstmals im Jahre 2005 die Giftpflanze des Jahres präsentieren. Pflanzen, die eine schädliche Wirkung auf den menschlichen oder tierischen Körper haben, lösen bei vielen Menschen große Unsicherheit aus. Ziel der Aktion ist, Giftpflanzen nicht zu verbannen, sondern mit einem wachen Auge kennen zu lernen.

Jahr Giftpflanze wissenschaftlicher Name
2005 Der Eisenhut Aconitum napellus
2006 Das Pfaffenhütchen Euonymus europaeus
2007 Der Fingerhut Digitalis purpurea
2008 Die Herkulesstaude Heracleum mantegazzianum
2009 Die Tabakpflanze Nicotiana ssp.
2010 Die Herbstzeitlose Colchicum autumnale
2011 Die Eibe Taxus baccata
2012 Der Goldregen Laburnum anagyroides
2013 Die Lorbeerkirsche Prunus laurocerasus
2014 Das Maiglöckchen Convallaria majalis
2015 Der Rittersporn Delphinium sp.
2016 Kalifornischer Mohn Eschscholzia californica

Die Giftpflanze des Jahres 2016 ist der "Kalifornische Mohn".

Über die Giftpflanze des Jahres 2016:

Der Kalifornische Mohn mit seinem deutschen Namen: Schlafmützchen, wurde zur Giftpflanze des Jahres 2016 gewählt. Die einjährige oder ausdauernd krautig wachsende etwa 60 cm hohe Pflanze ist leicht an ihren leuchtend orangefarbenen Blüten zu erkennen. Die Pflanzengattung gehört zur Pflanzenfamilie der Mohngewächse (Papaveraceae).

Vorkommen und Standort

Ihren Ursprung hat diese Art in Kalifornien und anderen südwestamerikanischen Bundesstaaten. Inzwischen ist sie auch in Australien, Südafrika und Europa verbreitet.

Giftigkeit

Alle Pflanzenteile sind giftig

Hauptwirkstoffe

Giftige Alkaloide

Vergiftungserscheinungen

Die Pflanze wirkt schwach narkotisch und schmerzlindernd. Eine Vergiftung zeigt sich durch Erbrechen, Magenbeschwerden und Durchfall.

Erste Hilfe

Bei dem geringsten Verdacht einer Vergiftung sollte man sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben.

Tiere

Keine Angaben

Name

Eschscholzia: Ist nach dem Chirurgen Dr. J.F. Eschscholtz (1792 - 1831) benannt, der als Naturforscher an den russischen Expeditionen von 1816 bis 1824 an die pazifische Nordküste teilnahm.
californica: kalifornisch
Schlafmützchen: Die Kelchblätter sitzen wie eine Schlafmütze auf der sich öffnenden Blüte.
Kalifornischer Mohn: Heimat der Pflanze
Weitere Namen: Kalifornischer Kappenmohn, Goldmohn.

Die Gattung Eschscholzia enthält 10 Arten.

Blüte

Blütezeit: Juni - September
Lang gestielte Blüten mit bis zu 3,5 cm Durchmesser. Blütenfarbe leuchtend gelb, bis ins orange gehend. Während sich die Blüte öffnet schieben sich die Kelchblätter wie eine "Schlafmütze" hoch.

Frucht

Aus den Blüten entstehen fast zylindrische, in der Mitte etwas verdickte, bis zu 10 cm lange Schoten. Die Schoten haben zehn Längsrippen und öffnen sich nach der Reifung an zwei Seiten der Länge nach. Aus der Schote werden dann zahlreiche, netzförmig gemusterte, braune bis schwarze, elliptische Samen von 1,5 bis 1,8 mm Länge entlassen.

Pflege

Der Goldmohn liebt es heiß und sonnig, an kühlen und schattigen Standorten wird er nicht zur Blüte kommen. Am richtigen Standort ist er äußerst pflegeleicht und benötigt weder Düngung noch übermäßig viele Wassergaben. Ein durchlässiger, leicht sandiger Boden ist ideal. Werden die Fruchtstände nicht entfernt, so sät er sich gern im Garten wieder aus.

Nationalblume

Blume des US-Staates Kalifornien

Verwendung

Die Pflanze wird seit 1790 in europäischen Gärten kultiviert.
Die Pflanze ist heutzutage Bestandteil in pflanzlichen Beruhigungsmitteln.


Möchten Sie mehr wissen: www.botanischer-sondergarten.hamburg.de


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- letzte Aktualisierung: Mittwoch, 01. Februar 2017 -