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Der Rotklee (Trifolium pratense)

Der Rotklee, auch Wiesenklee genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Klee (Trifolium) in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler.

Der Rotklee - wichtige Nektarquelle für viele Insekten Der Rotklee, 20 - 50 cm hoch und ausdauernd, ist auf Wiesen, Weiden, Halbtrockenrasen und an Wegsäumen wild anzutreffen, wird aber auch landwirtschaftlich als Futterpflanze genutzt. Der Rotklee gedeiht auf der kollinen (hügelig) bis alpinen Höhenstufe. In den Zentralalpen steigt er bis in Höhenlagen von 2600 Meter hinauf (dort gibt es eigene Unterarten). In den Allgäuer Alpen steigt die Unterart Trifolium pratense nivale am Gipfel des Nebelhorns in Bayern bis zu einer Höhenlage von 2240 Metern auf.

Die Blütezeit reicht von April / Mai bis in den Oktober hinein.
Der Rotklee - wichtige Nektarquelle für viele Insekten  

 Aus dem büschelförmigen Wurzelstock wachsen drei- bis fünfgliedrige, aufrechte oder kurz aufsteigende, kantige und behaarte Stengel. Die runden bis eiförmigen Blütenköpfe haben am Grund große Stützblattnebenblätter. Im Blütenkopf befinden sich 30 - 60 sitzende Blüten, die nicht aus den Deckblattachseln hervorwachsen. Sie sind 18 mm lang und aufrechtstehend, der fünfgezähnte Kelch ist außen behaart, die hell karminrote oder fleischrote Krone ist am Grund zusammengewachsen.

Beim Rotklee handelt es sich um eine äußerst variable Art, bei der die auffallend behaarten Exemplare entweder als bloße Abart oder als Unterart oder sogar als selbständige Art betrachtet werden.

Der Wiesenklee ist eine eiweißreiche Futterpflanze und wird in Deutschland seit dem 11. Jahrhundert angebaut. Kleekulturen waren aber erst nach 1750 verbreitet. Durch die Symbiose mit stickstoff-fixierenden Bakterien (Knöllchenbakterien) ist er als Bodenverbesserer und als Vorfrucht für andere Kulturpflanzen sehr gut geeignet. Für die Imkerei wurden Sorten mit kürzerer Kronröhre herausgezüchtet. Gemischr mit anderen Kleesorten und Gräsern wird er als Kleegras zur Gründüngung und als Alternative zu Mais in Biogasanlagen verwendet.

Futterpflanze für folgende Schmetterlingsraupen

Goldene Acht Rotkleebläuling
Scheck-Tageule Braune Tageule
Gammaeule  

Der Rotklee ist nicht nur ein wichtiges Viehfutter, sondern zugleich auch eine gute Bienenweide. Ebenso ist der Rotklee wichtig als Nektarquelle für Hummeln und verschiedene Schmetterlinge.

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- letzte Aktualisierung: Donnerstag, 19. Oktober 2017 -