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Eulen im Winter ein Obdach bieten
Ochsenfurt: Wirklich
winterlich ist das Wetter momentan nicht. Lang anhaltender Frost
gibt es in Unterfranken bisher kaum. Und doch bitten die
Umweltfreunde Würzburg-Ochsenfurt die Landwirte und Bürger, ihre
Scheunen zu öffnen, um Eulen über den Winter zun helfen.
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Im Winter, wenn die Beutetiere
unter dem Schnee unerreichbar sind, überleben oft nur
diejenigen Schleiereulen, die in offenen Scheunen Mäuse
fangen können. |
Ihre
Nahrung besteht vorwiegend aus Mäusen - sie erfüllt damit
einen ökologischen Auftrag |
Bild: Markus Gläßel |
Denn sollte es tatsächlich noch Minisgrade und eine
geschlossene Schneedecke geben, sieht es für die stark gefährdete
Schleiereule schnell schlecht aus. "Mindestens zwei Mäuse am Tag
muss eine Eule erbeuten", sagt Bernhard Neckermann von den
Umweltfreunden. "Wenn sie zwei Tage keine Beute erwischt, hat sie
kaum eine Überlebenschance". Unterfranken ist ein
Hauptverbreitungsgebiet der Schleiereule: Von den 1300 bis 1700
Brutpaaren in ganz Bayern leben wohl 600 bis 800 in Unterfranken.
Die Bitte an die
Landwirtschaft:
Landwirte sollten einige Anbauflächen unbestellt lassen, um
Nagetiere anzulocken. Von Schleiereulen bevorzugte
Schlupfwinkel im Dachstuhl einer Scheune sollten ungestört
bleiben. |
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Bild:
Markus Gläßel |
Ihr Verbreitungsschwerpunkt
für Bayern liegt in Unterfranken |
Die Region habe eine sehr gute Dichte behalten, weil sie
eine der wärmsten Gegenden in Deutschland sei, sagt Neckermann.
"Aber deshalb haben wir auch eine große Verantwortung". Am
einfachsten könne man helfen, indem man die Scheune öffne,
Strohhaufen aufschichte und ein paar Körner auslege, die Mäuse
anlocken. Aber auch immer mehr Nistkästen - im Kreis Würzburg sind
es etwa 120 - oder Kirchtürme und mittelalterliche Bauten helfen den
Eulen beim Überleben. Aber auch die milden Winter in den vergangenen
Jahren haben den Bestand leicht wachsen lassen.
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