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Kampf gegen des Todesflug der Amseln

Vogelschützer: Scheiben der Buswartehäuschen sind gefährlich

Ochsenfurt: Vor wenigen Monaten waren die Bushäuschen der Nahverkehrsgesellschaft APG in fast allen Gemeinderäten ein Thema, weil der Unterhalt an die Kommunen übergehen sollte. Weil die meisten Gemeinden die Häuschen übernommen haben, schien die Sache erledigt. Doch jetzt drohen neue Diskussionen. Denn die meist von Glasscheiben umgebenen Häuschen sind nach Ansicht von Vogelschützer Bernhard Neckermann (Goßmannsdorf) eine Gefahr, vor allem für Singvögel.
Denn die Tiere könnten die Scheiben nicht erkennen und flögen oft dagegen - mit meist tödlichen Folgen.

Weil er nicht auf die Stadt warten wollte, schritt der Kreisvorsitzende im Landesbund für Vogelschutz nun selbst zur Tat. An den beiden Bushäuschen bei der Westsiedlung (Abzweigung Tückelhäuser Straße) brachte Neckermann 20 aus eigener Tasche bezahlte Silhouetten von Greifvögeln an. Sie sollen die heran fliegenden Vögel zum Ausweichen bringen. Regelmäßig habe er in den vergangenen Tagen tote Amseln und andere Vögel an den beiden Bushäuschen gefunden, unterstreicht Neckermann die Dringlichkeit seine Tuns.
 
Wollte nicht auf die Stadt warten. Kreisvors. Neckermann beklebte kurzerhand die Bushäuschen selbst.
Kreisvorsitzender Neckermann: "Diese Häuschen sind eine Todesfalle für die Vögel"  

Das Problem sei im Moment akut, weil die Singvögel aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt seien. Nicht auszudenken, wenn auch mal ein Pirol oder ein Falke gegen die Scheiben fliege. Auch für die nachtaktiven Eulen seien die gläsernen Hindernisse gefährlich, erklärt Neckermann.

Sein Anliegen hatte er nach eigenen Worten schon vor Tagen an die Stadt herangetragen, die für Wartung der Bushäuschen zuständig ist. Die Angelegenheit landete schließlich beim Bauhof des Kommunalunternehmens KSO. Dessen Arbeiter rückten bislang nicht aus. Aus gutem Grund, wie KSO-Geschäftsführer Eberhard Oehler auf Anfrage der Main-Post sagte. Denn die Vogelsilhouetten würden im Laufe des April angebracht, wenn sowieso der Frühjahrsputz aller Buswartehäuschen anstehe. Insofern sei Neckermann dem KSO schlicht und einfach zuvorgekommen.

Der Vogelschützer geht davon aus, dass die fehlenden Silhouetten an den Scheiben auch anderswo ein Problem darstellen. Neckermann will sich deshalb in den kommenden Tagen im Ochsenfurter Gau umschauen, wie dort die Bushäuschen mit Vogel-Silhouetten ausgestattet sind.

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- letzte Aktualisierung: Freitag, 24. November 2017 -
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