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Mein Garten & ich

Wacholderdrossel lieber lebend

Bericht von Gerlinde Hartel

Würzburg:
Nein, an der Vogelzählung des Landesbund für Vogelschutz am Dreikönigstag habe ich mich nicht beteiligt. Das ergäbe in unserem Garten kein repräsentatives Bild bei geschätzten 200 Spatzen, die unseren Laufenten ständig das Futter wegfressen. Aber heute habe ich im Apfelbaum drei gefiederte Gäste gesichtet, die sich bei uns noch nie haben blicken lassen. Ich habe sie jedenfalls bisher nicht registriert.

Neugierig habe ich mein Fernglas rausgeholt, um die Tiere genauer zu betrachten: Etwa so groß wie eine Amsel, grau-braun geschuppt, Kehle und Brust orange und ockerfarben. Ich tippe auf Drossel und ein Blick ins Vogelbuch belehrt mich: Wacholderdrosseln. Anscheinend lassen sie sich die Früchte unseres Feuerdorns schmecken, denn unter der Schneedecke finden sie jetzt kaum Würmer oder Insekten. Als ich in den Garten hinaustrete, stößt einer der Vögel einen charakteristischen Warnruf aus: tschak, tschak, tschak. Und weg.

Früher, so erfahre ich wurden Wacholderdrosseln massenhaft gefangen und gegessen. Einem 100 Jahre alten ostpreußischen Kochbuch zufolge wurden die Tiere lediglich gerupft und mitsamt Innereien gebraten und verzehrt. Gut, dass wir uns heutzutage optisch anstatt kulinarisch an Wildvögeln ergötzen. Dann schon lieber Wacholderschnaps für die Schnapsdrosseln.

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- letzte Aktualisierung: Freitag, 24. November 2017 -
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