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Die Himbeere - Rosengewächse - Rubus idaeus - die, die dichte Bestände bildet



Die Himbeere hat ihr Vorkommen vorzugsweise an leicht beschatteten Stellen auf Waldlichtungen, sowie an Waldrändern und in Gebüschen. In Mitteleuropa ist das Rosengewächs weit verbreitet und fast überall auch häufig. Dabei tritt sie auf Kahlflächen als ein Waldpionier auf. In den Alpen ist die Himbeere auch noch bei etwa 2.000 Meter Höhe anzutreffen. Eingebürgert wurde das Rosengewächs im östlichen Nordamerika, in Neuseeland und auf Grönland.


Die Himbeere die eine wichtige Futterpflanze für eine ganze Anzahl von Schmetterlingsraupen ist (Foto: Kosmos-Naturführer) Die Himbeere gilt als ein aufrechter Strauch, mit anfangs bläulich bereiften, etwa 1 mm langen bestachelten Schösslingen. Ihre Blätter sind 3 -7 teilig gefiedert. Dabei ist das endständige Fiederblatt meist deutlich größer als die übrigen.
Die Blüten sind 5-zählig, ca 15 - 25 mm im Durchmesser, ihre Kronblätter sind weiß, schmäler und etwas kürzer als die grünen Kelchblätter.  Die Blütezeit ist in den Monaten Mai - Juni.
Ihre Frucht ist eine aus zahlreichen kugeligen Teilfrüchten zusammengesetzte, bei der Reife eine rote Sammelfrucht, die sich leicht vom zapfenförmigen Fruchtträger ablösen lässt.
Die Himbeere - Futterpflanze für eine ganze Reihe von Schmetterlingsraupen Foto aus Kosmos-Naturführer


Himbeerblüten unterscheiden sich von Brombeerblüten durch die relativ unscheinbaren, nach unten weisenden Kronblätter. Blütenbesucher sind vor allem Bienen. Die Früchte werden von Vögeln und Säugetieren verzehrt.

Wissenswertes:

Die wohlschmeckenden Früchte der Himbeere werden schon seit langer Zeit gesammelt. Neben der Wildform gibt es eine ganze Reihe von Zuchtformen, die sich vor allem durch die Größe ihrer Früchte von der heimischen Art unterscheiden, oft aber auch weniger Aroma besitzen, als diese. Früher wurden auch die getrockneten, jungen Blätter zur Herstellung von Tees verwendet, oft in Verbindung mit anderen Wildkräutern. Sie enthalten Gerbstoffe und Vitamin C und galten u.a. als Mittel gegen Durchfall und innere Blutungen.


Futterpflanze für folgende Schmetterlingsraupen

Brauner Bär V Brombeerspinner
Pyramideneule Kleines Nachtpfauenauge
Flohkrauteule Kleiner Bürstenspinner
Brombeer-Perlmuttfalter Gelber Fleckleibbär
Roseneule Augsburger Bär
Achat-Eulenspinner Schönbär
Hellgebändeter Steinspanner Russischer Bär


Mindestens seit Beginn der jüngeren Steinzeit wird die Himbeere als Beerenobst genutzt. Die Bereitung von Himbeersirup ist schon seit der Römerzeit bekannt und wird von Plinius d.Ä. erwähnt. Im Mittelalter wurde die Himbeere vor allem in den Klöstern kultiviert. Bereits im Jahre 1601 hat Clusius (Charles de I'Ecluse) zwischen gelben und roten Arten unterschieden. Die Gattung Rubus umfasst mehrere tausend Arten. Auch ist die Himbeere bereits seit dem Altertum als Heilpflanze bekannt. Ihr Gehalt an Vitamin C, Kalium und den Fruchtsäuren soll die Abwehrkräfte und die Wundheilung fördern.

Die Nutzung der Pflanze durch den Menschen spiegelt sich auch in zahlreichen Volksbezeichnungen, nicht nur des deutschsprachigen Raumes, wider. So wird schon von alters her z.B. von einer Himpelbeere, Hindlbeer, Holbeer, Katzenbeere, Hexenschmierbeere und Mollbeere gesprochen.

Der deutsche Name der Himbeere ist aus dem altdeutschen Hintperi, hervorgegangen und leitet sich von dem altnordischen und angelsächsischen hind (Hirschkuh) ab. Also die Beere der Hirschkuh.


Ordnung Familie Unterfamilie Gattung
Rosenartige Rosengewächse Rosoideae Rubus


Literatur: auch Wikipedia und Kosmos Naturführer


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- letzte Aktualisierung: Donnerstag, 08. April 2021 -
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