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Die Gartentiere des Jahres seit 2010

Die Heinz Sielmann Stiftung, eine der größten Naturschutzorganisationen Deutschlands, und Vivara, Anbieter von Produkten rund um den Naturschutz im Garten rufen seit 2010 jährlich zur Wahl des Gartentieres des Jahres auf.

Jahr Gartentier wissenschaftlicher Name
2010 Der Grünfink Carduelis chloris
2011 Das Eichhörnchen Sciurus vulgaris
2012 Das Rotkehlchen Erithacus rubecula
2013 Die Amsel Turdus merula
2014 Die Blaumeise Parus caeruleus
2015    

Die Blaumeise ist das "Gartentier des Jahres 2014"

Erneut ist ein Vogel zu Deutschlands beliebtestem Gartentier gewählt worden. Die Heinz Sielmann Stiftung, eine der größten Naturschutzorganisationen Deutschlands, und Vivara, Anbieter von Produkten rund um den Naturschutz im Garten, hatten im März gemeinsam zur Wahl aufgerufen.
Bereits zum fünften Mal konnten Tierfreunde ihren Favoriten wählen. Das diesmal äußerst knappe Rennen gewann die Blaumeise mit nur einer Stimme Vorsprung vor dem Igel. Auf den dritten Platz schaffte es der Tagfalter Kleiner Fuchs, gefolgt von Maikäfer und Weinbergschnecke. Per Internet unter www.gartentierdesjahres.de und via Postkarte konnte abgestimmt werden.

Die Blaumeise ist das Gartentier des Jahres 2014 (Bild: Markus Gläßel)

Blaumeisen, bekannt und beliebt für ihre Keckheit und akrobatische Geschicklichkeit, sind widerstandsfähige und neugierige Bewohner unserer Waldgebiete und Siedlungen.

Die Blaumeise ist das Gartentier des Jahres 2014

Bild: Markus Gläßel

Auch die vorangegangenen Wahlen konnten meist Vogelarten für sich entscheiden. Neben Grünfink, Rotkehlchen und Amsel schaffte es bisher nur das Eichhörnchen auf den ersten Platz. Möglicherweise spielt dabei eine Rolle, dass Vögel wie die Blaumeise jede Menge spannende Unterhaltung bieten, die sehr komfortabel vom heimischen Wohnzimmer aus das ganze Jahr über zu erleben ist und so den Beobachter erfreut.

Der bläulich gefärbte Vogel ist ein wahrer Kletterkünstler. In der Umgebung des Futterhauses ist er häufig dabei zu beobachten, wie er Sonnenblumenkerne mit seinem Schnabel aufhämmert, die er auf einem Ast sitzend, mit seinen Krallen festhält.
Die Blaumeise ist die kleinere Schwester der Kohlmeise und ein häufiger Gast in unseren Gärten, sobald dort ein paar ältere Bäume stehen. Blaumeisen fehlt auf dem Bauch der markante schwarze Streifen der Kohlmeisen. Stattdessen fallen bei ihr das blaue Käppchen über dem weißen Gesicht, ein schwarzer Augenstreif, und die ebenfalls blau gefärbten Flügel- und Schwanzfedern ins Auge. Jungvögel sind matter gefärbt und wirken mit ihrer grünlichen Kappe und gelblichen Wangen ein wenig schmuddelig gegenüber ihren Eltern.

Wichtige Merkmale:

Länge: ca. 11,5 cm;
Flügelspannweite: ca. 17,5 - 20 cm;
Gewicht: 9 - 13 g;
Brutzeit: Mitte April im Süden, bis Anfang Mai im Norden. Im Westen und Süden meist 1, im Osten und Norden 2 Jahresbruten;
Gelege: meist 9 -11 Eier;
Brutdauer: 13 - 15 Tage - Weibchen brütet allein, wird aber vom Männchen auf dem Nest gefüttert;
Nestlingszeit: 19 - 21 Tage - beide Partner füttern - Familie hält bis ca. 2 Wochen zusammen.

Was kann ich in meinem Garten für die Blaumeise tun?
"Indem ich ein attraktives Angebot an Futter und Lebensraum schaffe, kann ich der Blaumeise Gutes tun", meint Prof. Peter Berthold, Deutschlands bekanntester Ornithologe und Stiftungsrat der Heinz Sielmann Stiftung. "Wer in seinem Hausgarten Nistkästen aufhängt, Büsche in Gruppen, samentragende Stauden, Wildkräuter und Kletterpflanzen wachsen lässt und auf das Spritzen verzichtet, kann einen wichtigen Beitrag leisten, dass unsere Tierarten auch künftig Lebensraum finden". Die Blaumeise ist zwar anpassungsfähig und ist noch einer der am häufigsten in heimischen Gärten vorkommenden Vogelarten, aber auch sie leidet unter dem Einsatz von Pestiziden und dem Anbau von Monokulturen. Ein kleiner Teich oder eine Wasserschale mit täglich gewechseltem Wasser wird ebenfalls dankbar angenommen.

Das leuchtend blaue und gelbe Gefieder der Blaumeise sowie ihre Angewohnheit, unsere Hausgärten zu besuchen und sich dort an Vogelfutter zu laben, hat sie zu einem der beliebtesten und bekanntesten einheimischen Vögel werden lassen.

Nur im Winter sollte zugefüttert werden ansonsten kommt die Blaumeise sehr gut zurecht (Bild: Markus Gläßel)

Bild: Markus Gläßel

Nur im Winter benötigt unsere Blaumeise ausgebrachtes Vogelfutter

Blaumeisen sind sehr lebhaft. Ständig in Bewegung hangeln sie oftmals kopfunter selbst an dünnen Zweigen. Aber in der Nähe ihrer Nisthöhle ist unsere Blaumeise sehr wachsam und warnen mit einem kräftigen Ruf. Ihr Gesang ist sehr abwechslungsreich. Bettelrufe der Jungvögel machen schon im Mai auf ihre Nisthöhle aufmerksam. Gerade wenn ein Garten erst frisch angelegt wurde und größere Bäume mit natürlichen Höhlen fehlen, kann der Blaumeise mit dem klassischen Meisenkasten geholfen werden. Das Einflugloch sollte für die Blaumeise nur 26 bis 28 mm betragen.


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- letzte Aktualisierung: Samstag, 11. Oktober 2014 -