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Die Zitterpappel (Populus tremula)

 
Kätzchen der Zitterpappel
Die Zitterpappel, gehört zu den Weidengewächsen. ist ein Laubbaum mit ziemlich glatter, grauer Rinde. Ihre Blätter sind fast kreisrund oder etwas zugespitzt, graugrün, 3 -7 cm im Durchmesser und meist über 5 cm lang gestielt.
Die Blütenkätzchen erscheinen vor den Blättern, sind 4 -11 cm lang und bis 2 cm dick, lang und zottig, sowie grau behaart.

Kätzchen der Zitterpappel

 


Die Zitterpappel kommt vorwiegend an etwas feuchten Stellen vor, in lockeren Wäldern und an Waldrändern. In Mitteleuropa ist sie weit verbreitet und fast überall recht häufig anzutreffen.

Die Zitterpappel wird auch als Espe bezeichnet. Ihre großflächigen Blätter bewegen sich schon beim leichtesten Windhauch. Deshalb spricht man auch vom "Zittern wie Espenlaub". Die pionierfreudige Art ist schnellwüchsig und mit 20 -25 Jahren blühfähig. Im Gegensatz zu den zur gleichen Familie gehörenden Weiden, deren Kätzchenblüten von Insekten bestäubt werden, erfolgt die Bestäubung wie bei allen Pappelarten durch den Wind. Auch die Verbreitung der winzigen, mit einem Haarschopf versehenen Samen geschieht auf diesem Wege. Die Samen werden zwar alljährlich in großen Mengen produziert, doch ist der Keimerfolg in aller Regel recht gering. Das sehr weiche und leichte Holz wird vor allem zur Herstellung von Zündhölzern und Papier verwendet. Blätter und Rinde besitzen eine entzündungshemmende und fiebersenkende Wirkung und finden Verwendung in der Volksheilkunde.

Die Zitterpappel gehört zu den wichtigsten Futterpflanzen heimischer Schmetterlingsraupen und sollte daher unbedingt bei forstlichen "Bereinigungsmaßnahmen" geschont werden. Besonders wertvoll sind dabei die strauchförmigen Jungbäume entlang der Waldwege und Waldränder. Gerade hier findet man bevorzugt die Raupen einiger unserer attraktivsten und am stärksten gefährdeten Tagfalter, die des Großen Eisvogel und des Kleinen Schillerfalters.


Futterpflanze für folgende Schmetterlingsraupen

Großer Fuchs Hornissenglasflügler
Kleine Pappelglucke Kleine Eichenglucke
Pappelschwärmer Rotes Ordensband
Maivogel Großer Eisvogel
Kleiner Schillerfalter Augen-Eulenspinner
Nachtschwalbenschwanz Schlehenspanner
Schneespanner Pappelspanner
Olivgrüner Bindenspanner Großer Gabelschwanz
Hermelinspinner Zickzackspinner
Dromedarspinner Pappel-Porzellanspinner
Birken-Porzellanspinner Erpelschwanz
Palpenspinner Kamelspinner
Mondvogel Erlen-Rindeneule
Großkopf-Rindeneule Zackeneule
Violett-Gelbeule Bleich-Gelbeule
Rundflügel-Kätzcheneule Nonne
Schwammspinner Pappelspinner


Die Zitterpappel ist wegen ihrer Genügsamkeit und wegen ihrer Qualitäten als Pionierpflanze mit rascher Vermehrung durch zahlreiche Wurzelschösslinge von großem Nutzen für die Stabilisierung von Gleithängen und die Wiederaufforstung von Kahlschlägen. Als Zierbaum ist sie durch ihr schon beim leisesten Lufthauch sprichwörtlich "zitterndes" Laub und wegen ihrer eleganten Wuchsform ein lohnender Anblick.

Wer einen großen alten Garten besitzt oder ein Waldstück, den möchte ich bitten, doch dieses Weidengewächs anzupflanzen.


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- letzte Aktualisierung: Freitag, 01. Juni 2018 -
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