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Die Luzerne (Medicago sativa)

Die Luzerne, auch Saat-Luzerne, Alfalfa, Schneckenklee oder Ewiger Klee, engl. lucerne genannt, ist eine Pflanze aus der Gattung Schneckenklee (Medicago) in Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie ist auch eine Nutzpflanze.

Die Luzerne stammt aus dem Nahen Osten Die Luzerne ist eine ausdauernde Pflanze mit aufrechtem oder aufsteigendem, verzweigtem Stängel. Blätter sind 3-zählig mit schmalen lanzettlichen Teilblättchen.
Die Blüten sind 10 - 12 mm lang, blauviolett, in 5 - 25 blütigen, kopfig zusammengezogenen Trauben am Ende des Stängels und der Seitenäste.

Die Blütezeit ist Juni - September.
Die Luzerne stammt aus dem Nahen Osten  

Als Kulturpflanze wird die Luzerne feldmäßig angebaut und vielerorts ist sie verwildert, besonders an Wegrändern und auf trockenen Wiesen. Um bayerische Bauern speziell bei der Fütterung von Rindern unabhängiger von Import-Soja aus Übersee zu machen, unterstützt das Landwirtschaftsministerium den Anbau heimischer Luzerne verstärkt. Für Bienen und Insekten stellt die Luzerne eine reichhaltige Futterquelle dar.

Schon in Persien war die Luzerne eine wichtige Futterpflanze für die Pferde. Nach Überlieferungen wurde sie um etwa 470 v.Chr. nach Griechenland gebracht. Von dort kam sie etwa um 150 - 50 v.Chr. nach Italien, wo sie als Futter für Schafe genutzt wurde. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts n.Chr. brachten die spanischen Kolonialherren die Luzerne nach Amerika, primär nach Mexiko und Peru. Nach Deutschland kam sie aus Italien durch Waldenser aus dem Luserna-Tal im Piemont, die 1699 bei Wurmberg die Siedlung Lucerne gründeten.

Futterpflanze für folgende Schmetterlingsraupen

Goldene Acht Faulbaumbläuling
Hauhechelbläuling Braune Tageule
Gammaeule Weiße Tigermotte

Im 19.Jahrhundert wurde die Luzerne nach Australien und Neuseeland eingeführt, es zeigte sich aber, dass wegen der dort nicht vorkommenden Hummeln kein nennenswerter Samenertrag erzielt werden konnte. Auf Vorschlag von Charles Darwin wurden daraufhin 1885 vier Hummelarten importiert, um die Bestäubung sicherzustellen.

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- letzte Aktualisierung: Donnerstag, 19. Oktober 2017 -